Timo Boll und Patrick Franziska

Timo Boll und die deutschen Tischtennis-Asse hoffen bei den Europameisterschaften in Warschau auf einen Medaillenregen als Appetitmacher für die Olympia-Wettbewerbe in Tokio. Die Chancen stehen nicht schlecht.

In Polens Hauptstadt gehören die Aktiven des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nach ihren drei Titelerfolgen 2018 in Alicante wieder zum engeren Favoritenkreis. Rekordgewinner Boll kann sich an der Weichsel auch mit 40 Jahren trotz der pandemiebedingten Verschiebung der Wettbewerbe um zwölf Monate seit seinem siebten Einzeltriumph in Alicante immer noch Chancen auf seinen nächsten Coup machen.

Als Weltranglistenelfter muss die frühere Nummer eins aus dem Odenwald aufgrund ansteigender Form nach langwierigen Rückenproblemen den topgesetzten WM-Zweiten Mathias Falck (Schweden/Rang acht) und seinen deutschen Dauerrivalen Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg/neun) nicht fürchten. Die Tischtennis-EM läuft seit diesem Dienstag.

Das Finale ist auch im Doppel das Ziel

Sollte bei einem planmäßigen Verlauf außerdem Ex-Doppelchampion Patrick Franziska aus Bensheim ins Halbfinale einziehen, wäre den DTTB-Stars mindestens ein Platz im Endspiel sicher. Das Finale ist für Boll und Franziska auch im Doppel das Ziel. Nach ihrer mutmaßlich verhinderten WM-Medaille 2019 durch eine Erkrankung Bolls will die deutsche Topkombination bei der EM Selbstvertrauen für ihre geplanten Einsätze im olympischen Mannschaftsturnier sammeln.

Videobeitrag

Video

zum Video Hessische Erfolge bei den Finals

Timo Boll
Ende des Videobeitrags

Formal als härteste Widersacher des Duos gelten die deutschen Meister Benedikt Duda/Dang Qiu (Bergneustadt/Grünwettersbach). Eine weitere Titelchance bietet sich Franziska im Mixed. Mit der Einzel-Mitfavoritin Petrissa Solja (Langstadt) will der "Vielspieler" nach WM-Bronze zum ersten Mal auch EM-Gold gewinnen.

Starkes Signal

Der Titel, den in Alicante die in Warschau nur im Einzel aufschlagenden Ruwen Filus (Fulda) und Han Ying (Düsseldorf/Tarnobrzeg) gewannen, wäre zugleich auch ein starkes Signal der beiden Tokio-Starter für den Medaillenkampf bei der Olympia-Premiere des Gemischten Doppels.