Timo Boll
Timo Boll hat vor der WM kein gutes Gefühl. Bild © Imago

Rückenwind geht anders: Vor der Tischtennis-Weltmeisterschaft ist Timo Boll nicht sonderlich gut in Form. Hoffnung macht ihm aber ausgerechnet sein schlechtes Gefühl.

Tischtennis-Star Timo Boll geht nach einigen sportlichen Rückschlägen in den vergangenen Wochen eher skeptisch in die Weltmeisterschaften Ende April in Budapest. "Sicherlich bin ich nicht in meiner Topverfassung", sagte der 38 Jahre alte Europameister am Dienstag bei einer Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf. "Es gab zuletzt das eine oder andere Spiel, das ein bisschen am Selbstvertrauen gekratzt hat."

Der Odenwälder scheiterte unter anderem mit seinem Verein Borussia Düsseldorf in der Champions League sowie in den Bundesliga-Playoffs und verlor bei den Katar Open bereits im Achtelfinale gegen Weltmeister Ma Long aus China. Als Hauptgrund dafür nannte der Weltranglisten-Fünfte Probleme an der Schulter sowie einige falsche Bewegungsabläufe, die sich in Folge dessen bei ihm eingeschlichen hätten.

"Das waren dann meist die besten Turniere“

Bei der WM vom 21. bis 28. April gehört Boll genau wie Dimitrij Ovtcharov (Fakel Orenburg), der Bensheimer Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) und Dang Qui vom ASV Grünwettersbach zum Aufgebot der deutschen Männer. Der fünfte Platz im Team wird in der nächsten Woche nach dem Ende eines internen Qualifikationsturniers vergeben. Chancen auf eine WM-Teilnahme haben noch Bastian Steger (Werder Bremen), Benedikt Duda (Schwalbe Bergneustadt) sowie Ricardo Walther (ASV Grünwettersbach).

Boll wird in Budapest außerdem noch mit seinem Freund Patrick Franziska im Doppel an den Start gehen. "Da sehe ich im Moment die größte Chancen auf eine Medaille", sagte die frühere Nummer eins der Welt. "Ich bin schon häufiger mit einem schlechten Gefühl zu einem Turnier gefahren – und das waren dann meist die besten Turniere."