Timo Boll
Timo Boll Bild © picture-alliance/dpa

Tischtennis-Europameister Timo Boll aus dem Odenwald musste zuletzt eine Zwangspause einlegen. Jetzt will er beim prestigeträchtigen Jahresendturnier wieder an der Platte stehen, auch wenn er noch immer Schmerzen hat.

Tischtennis-Europameister Timo Boll kann bei den Grand Finals in der kommenden Woche (13. bis 16. Dezember) im südkoreanischen Incheon nach weitgehend überwundenen Rückenproblemen aufschlagen. "Etwas spüre ich noch. Aber ich bin im Aufwärtstrend und wettbewerbsfähig", sagte der Weltranglistendritte auf einer Pressekonferenz seines Klubs Borussia Düsseldorf.

"Es drückt mal von vorne oder auch mal von der Seite"

Boll hatte in der zweiten November-Hälfte eine Zwangspause einlegen müssen. Allerdings haben seine Beschwerden komplexere Ursachen als die ursprünglich diagnostizierte Entzündung des Ischias-Nervs. "Es ist der Ischias, die Hüfte, der Beuger. Es wandert und drückt mal von vorne oder auch mal von der Seite", berichtete der 37-Jährige aus Erbach im Odenwald und fügte schmunzelnd hinzu: "Der Arzt sagt aber, so lange es wandert, ist es okay."

Boll wird vor der Abreise zu dem Jahresendturnier der World Tour in Asien, das mit einer Million Dollar dotiert ist, voraussichtlich noch mindestens einen Belastungstest unter Wettkampfbedingungen absolvieren. In Düsseldorfs letztem Champions-League-Gruppenspiel gegen AS Pointoise Cergy am Freitag soll er in jedem Fall antreten, während sein Einsatz im Bundesliga-Match beim ASV Grünwettersbach am Sonntag noch nicht feststeht.