Timo Boll bei den Tischtennis German Open 2020

Tischtennis-Homeoffice in Zeiten von Corona? Gar nicht so einfach. Gut, dass es für Timo Boll ein sportliches Alternativprogramm gibt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Olympia: Timo Boll über die Verschiebung der Spiele in Tokio

Timo Boll am Ball
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Eine Tischtennisplatte in den eigenen vier Wänden als Trainingsmöglichkeit in der Coronakrise sollte doch eigentlich kein Problem für Tischtennis-Ikone Timo Boll darstellen. Oder etwa doch? Offenbar scheint es im Hause Boll Unstimmigkeiten über den ästhetischen Aspekt zu geben.

"Es ist immer noch Thema, aber ich habe noch keinen Tischtennis-Tisch gefunden, der optisch da reinpasst. Das ist immer auch ein Kriterium der Frau", gab der 39-Jährige zu. Übergangsweise stand eine Platte im Wohnzimmer, doch den ursprünglich angedachten Platz besetzt weiterhin ein Billardtisch.

Timo Boll: Training mit Tischtennis-Roboter

Als Berufssportler konnte Boll nach drei Wochen wieder in die nahe gelegene Turnhalle im südhessischen Höchst im Odenwald zurückkehren. Dort trainiert er mit einem Tischtennis-Roboter, den sich der "technikverrückte" Boll auf seine Bedürfnisse einstellen kann. Aus Sicht des Rekordeuropameisters und mehrfachen olympischen Medaillengewinners hätte die Anschaffung einer Trainingsplatte trotzdem einige Vorteile: "Manchmal ist es nett, für ein Aufschlagtraining nicht extra in die Halle fahren zu müssen."

Das sportliche Alternativprogramm besteht für Boll vor allem darin, seine sechsjährige Tochter zu beschäftigen: "Mit ihr radle ich durch den Garten und spiele Weltreise." Auf die Trainingstouren durch den Odenwald kann er sein Kind nach eigenen Angaben aber noch nicht mitnehmen. Je nachdem, wie lange die Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise noch andauern, kann sich das ja vielleicht noch ändern.