Quadri Aruna, prominenter Neuzugang des TTC Fulda-Maberzell

Für die einen ist es die Routine nach der Corona-Pause, für die anderen das große Bundesliga-Abenteuer: Der TTC Fulda-Maberzell und der TTC OE Bad Homburg starten am Wochenende in die neue Tischtennis-Saison.

"Kommen, sehen, staunen. Weltklasse-Tischtennis in Bad Homburg – unsere junge Mannschaft ist hungrig, motiviert und freut sich auf eure Unterstützung." Wenn der TTC OE Bad Homburg seine kommenden Heimspiele in der Tischtennis-Bundesliga ankündigt, klingt der Aufsteiger nicht umsonst, als habe man es mit einer bunten Kirmes zu tun. Für den Verein ist die neue Saison, die am Sonntag (15 Uhr) mit dem Spiel gegen Neu-Ulm startet, ein großes Abenteuer.

Neues Team für die Bundesliga-Premiere

Unter anderem durch ein Crowdfunding hat der TTC OE die Lizenzauflagen für die höchste Spielklasse erfüllen können. Mitte Juli kam die erlösende Nachricht: Die Bad Homburger sind 2020/2021 in der Bundesliga dabei. "Wir hatten kaum Zeit, um uns richtig zu freuen, denn als wir das Okay bekamen, da hatten alle anderen Bundesligisten längst Klarheit", sagte Geschäftsführer Sven Rehde der Frankfurter Neuen Presse.

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Geplant hatte er für den großen Rummel allerdings schon deutlich länger: Mit Tobias Kirch wurde ein neuer Trainer verpflichtet, Top-50-Spieler Gustavo Tsuboi wurde als Leitwolf für die ansonsten mit jungen Talenten gespickte Mannschaft geholt. Immerhin 250 Eintrittskarten darf der Verein dank Hygienekonzept für seine Bundesliga-Premiere verkaufen, bei der mit der "Mission Klassenerhalt" bereits das Saisonziel vorgegeben wird.

Aruna als Königstransfer

Etwas anders sieht die Situation beim zweiten hessischen Vertreter, dem TTC Fulda-Maberzell, aus. Die Osthessen sind seit dem Aufstieg 2005 aus der Bundesliga nicht mehr wegzudenken, auch wenn Rang zehn zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Saison im März 2020 eine Enttäuschung war.

Eine neue Nummer eins im Team soll nun für den Aufschwung sorgen: Quadri Aruna aus Nigeria, Nummer 20 der Weltrangliste, ist der Leader der Mannschaft. Der 32-Jährige schlug bei den Olympischen Spielen 2016 Timo Boll und ist für Vizepräsident Claus-Dieter Schad der "spektakulärste Transfer-Coup der Bundesliga-Saison".

Doppel kann gespielt werden

Schad ist ohnehin euphorisch, wenn es um die neue TTC-Saison geht: "Unser Team 20/21 beinhaltet eine Mischung aus Supertalent, Nachwuchshoffnung, sportlicher Routine, internationaler Erfahrung und Weltklassesport", sagte er der Fuldaer Zeitung. Wie gut die Truppe wirklich ist, kann sie im ersten Match in Bad Königshofen (Sonntag, 15 Uhr) zeigen.

Eine Hoffnung der Fuldaer hat sich indes nicht erfüllt: Vor einigen Monaten spekulierte man in Osthessen darauf, dass aufgrund der Corona-Maßnahmen das abschließende Doppel durch ein weiteres Einzel ersetzt werden könnte - beim TTC wähnte man sich durch flexiblere Aufstellungsmöglichkeiten im Vorteil. Laut offizieller Mitteilung der Tischtennis-Bundesliga erlauben es aber die aktuellen Regeln in allen teilnehmenden Bundesländern, das Doppel zu spielen.