Tony Martin

Tony Martin startet am Mittwoch zum letzten Mal im Peloton. Zum Abschluss steht für den "Panzerwagen" das Mixed-Staffel-Rennen bei der WM auf dem Programm.

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Beim Gedanken an Tony Martins letztes Rennen wurde Max Walscheid emotional. "Eine Legende, die hier abtritt. Es ist toll, mit ihm hier nochmal ein Zimmer zu teilen", schwärmte der 28-Jährige. Denn am Mittwoch sind Martins Tage im Peloton gezählt, bei der WM-Mixed-Staffel von Knokke-Heist nach Brügge fährt das frühere Zeitfahr-Aushängeschild seine letzten Kilometer auf der großen Radsport-Bühne.

Seine fünf Teamkollegen wollen dem Eschborner deshalb ein würdiges Abschiedsgeschenk bereiten. "Für alle ist es eine Ehre, mit ihm sein letztes Rennen zu fahren", sagte Lisa Klein und betonte: "Wir wollen um das Weltmeistertrikot mitkämpfen."

"Einer der überragenden Zeitfahrer"

Alle anderen, Martin sowieso, seien "nochmal einen Tick mehr motiviert, ihn wirklich gebührend zu verabschieden", sagte Walscheid. "Er ist einer der ganz überragenden Zeitfahrer der letzten zehn Jahre. Für uns alle ist es toll, mit ihm zusammen zu fahren - da wollen wir definitiv die beste Leistung abrufen." 

Nicht nur an der Euphorie der Teamkollegen ist zu spüren, dass der deutsche Radsport in Martin eine seiner wichtigsten und beliebtesten Persönlichkeiten verliert. Martin - Spitzname "Panzerwagen" - wurde vier Mal Weltmeister im Einzelzeitfahren (2011 bis 2013, 2016). 2012 in London war er Olympiazweiter. Zehn Mal triumphierte er bei den deutschen Meisterschaften.

Der Abschied fällt schwer

Der Abschied fällt dem 36-Jährigen, der in seinem letzten WM-Einzelzeitfahren am Sonntag einen starken sechsten Platz erreichte, schwer. "Der Radsport hat den Großteil meines bisherigen Lebens geprägt. Mit Höhen und Tiefen, großen Erfolgen und Niederlagen, Stürzen und Comebacks", sagte Martin dem Sport-Informations-Dienst. Am Mittwoch könnte ein weiterer großer Erfolg hinzukommen - beim letzten Rennen des "Panzerwagens".

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