Tony Martin mit seinem Team Jumbo Visma

Radprofi Tony Martin freut sich auf eine spannende Tour de France. Mit einem persönlichen Erfolg rechnet der Eschborner allerdings nicht.

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Tony Martin mit Maske beim Interview
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Deutlicher kann man es nicht sagen. Tony Martin wird beim Criterium du Dauphiné vor einigen Tagen gefragt, ob er sich eine Einzelchance bei der nahenden Tour de France ausrechnet. Martins Antwort: "Ganz sicher nicht."

Im vergangenen Jahr sei er zwar "aus Versehen" mal in eine Spitzengruppe reingerutscht. Eine Wiederholung sei aber nahezu ausgeschlossen – und auch gar nicht das Ziel des Mittdreißigers, der bei seinem Team Jumbo-Visma als Helfer eingeplant ist. "Wenn es mal eine Möglichkeit gibt, etwas ruhiger zu machen, dann sollte ich sie auch nutzen und nicht gleich ins Gegenteil gehen und nach vorne preschen", gibt sich Martin mit seiner Rolle völlig zufrieden.

Teamkollege Roglic zum Gesamtsieg fahren

Frei von Eitelkeiten will der Eschborner alles geben für sein Team. Und auf das sieht er bei der am Samstag beginnenden Tour eine schwere Aufgabe zukommen. "Bei der diesjährigen Tour muss man wirklich von Etappe eins parat sein. Da gibts kein Einrollen. Deshalb kann man zurzeit nicht gut genug drauf sein."

Gut für Martin: Sein Team ist derzeit extrem gut drauf. Dem Slowenen Primož Roglic werden von Experten gute Chancen auf den Gesamtsieg eingeräumt. Ob sein Teamkamerad vielleicht sogar der Favorit für den Sieg sei, wird Martin gefragt. Und wieder hat er eine klare Antwort parat: "Ja."