Radprofi Tony Martin

Für Tony Martin ist die Tour de France nach der 17. Etappe beendet. Die Rennjury schloss den 34-Jährigen nach einem Streit mit Luke Rowe aus. Die beiden Kontrahenten versuchten es mit einer Entschuldigung per Video - vergeblich.

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Tony Martin im Interview
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Für Radprofi Tony Martin ist die 106. Tour de France vorzeitig beendet. Der 34-Jährige aus Eschborn wurde wie der Brite Luke Rowe vom Ineos-Rennstall am Mittwochabend nach Ende der 17. Etappe in Gap wegen unsportlichen Verhaltens von der Rennjury ausgeschlossen. Die beiden Radrennställe legten Einspruch gegen den Ausschluss ein, den der Radsport-Weltverband UCI vor dem Start der Etappe am Donnerstag allerdings ablehnte.

Martin und Rowe entschuldigen sich per Video

Martin hatte Rowe rund 20 Kilometer vor dem Ziel mit einem riskanten Fahrmanöver fast von der Straße gedrängt. Der 29 Jahre alte Rowe soll den viermaligen Zeitfahrweltmeister vom niederländischen Team Jumbo-Visma danach zur Rede gestellt haben. Dabei soll es zu heftigen Gesten und einer Berührung zwischen den beiden Radprofis gekommen sein. Rund zwei Stunden nach Etappenende wurden beide Fahrer dann von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen.

"Ich finde die Entscheidung zu hart. Was ich wirklich für uns beide vermisse, ist, dass wir eine zweite Chance bekommen. Lasst uns im Rennen. Lasst es uns in den nächsten Tagen besser machen und gebt uns eine zweite Chance", sagte Martin, der sich in einem gemeinsamen Video mit Rowe für den Vorfall entschuldigte.

Martin: "Es ist ein großer Schock"

"Es war in der Hitze des Gefechts, und es gab einen großen Kampf für den letzten Berg, um unsere Kapitäne gut reinzubekommen. Wir sind fünf Stunden bei 35 Grad gefahren und waren am Limit. Es tut mir sehr leid, was passiert ist. Ich habe mich danach sehr schlecht gefühlt", sagte Martin: "Aber manchmal passiert das im Sport. Es ist ein großer Schock. Ich fühle mich sehr schlecht und traurig. Das Team in dieser wichtigen Phase zu verlassen, das ist sehr schlecht."