Tony Martin auf einem Rennrad mit Helm und gelb-schwarzem Trikot.

Radprofi Tony Martin setzt nach dem schweren Massensturz bei der Tour de France auf eine Strafe mit Außenwirkung für die Verursacherin.

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"Ich möchte es nicht übertreiben, aber ich hoffe, dass die Frau in dem Maße bestraft wird, dass es eine gewisse abschreckende Wirkung hat", sagte der langjährige Eschborner in einem Spiegel-Interview (Dienstag). Eine Zuschauerin hatte zum Tour-Start ein Pappschild präsentiert und damit einen heftigen Sturz verursacht.

Die als Pappschild-Frau bekannt gewordene Zuschauerin muss sich im Herbst vor Gericht verantworten. Wie die L‘Équipe am Freitag berichtete, findet die Verhandlung gegen die 30-Jährige am 14. Oktober statt. Die Frau war am Mittwoch in Gewahrsam genommen und am Freitagmorgen wieder freigelassen worden.

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Jonas Rutsch
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Martin, der selbst direkt betroffen war, sagte weiter: "Ich bin auf gar keinen Fall auf Rache oder Genugtuung aus. Die Frau spielt für mich keine Rolle mehr."

Vielen Fans am Straßenrand gehe es um Selbstinszenierung, kritisierte der Zeitfahr-Spezialist. "Die Leute sollen kommen und den Radsport genießen, auch feiern und uns anfeuern. Aber sie sollten auch immer Respekt uns gegenüber haben und auf Gefahren aufpassen."