Eigentlich wollte Johannes Hafer mit zwei Freunden im Juni das berühmte Radrennen Trondheim-Oslo absolvieren. Dann kam Corona - und eine ganz neue Idee.

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Radler Charity Wetzlar
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"Styrkeprøven" ("Kraftprobe") - so heißt das Jedermann-Radrennen von Trondheim nach Oslo. Eigentlich wollten sich Johannes Hafer, Frank Ottofülling und Robert Christ im Juni unter die Hobbysportler mischen, die die 543 Kilometer im hübschen wie hügeligen norwegischen Binnenland zurücklegen. Es sollte ihre Premiere werden, Corona ließ sie platzen.

Suche nach Sponsoren

Also kam den drei Freunden eine neue Idee. "Da wir drei relativ viel Vorbereitungszeit investiert hatten, dachten wir uns: Machen wir es doch einfach hier im Lahn-Dill-Kreis", erzählt Hafer im Gespräch mit dem hr-sport. "Wir haben uns dann eine Strecke ausgesucht, nicht über 543 Kilometer, sondern einen Rundkurs über 68 Kilometer." Achtmal wollen ihn die Freunde fahren. Start ist am Freitagnachmittag, 24 Stunden Zeit geben sie sich selbst dafür.

Mit dem ehrgeizigen Vorhaben wollen sie dem Hospiz Mittelhessen, übrigens auch Start- und Endpunkt des Rennens, helfen. Hafer ist hier seit Eröffnung 2004 als Palliativmedizininer tätig. Aktuell steht ein teurer Erweiterungsbau an, der auch über Spenden finanziert werden soll. "Da kam die Idee, dass wir Sponsoren suchen, die unseren Einsatz mit einer Spende für das Hospiz honorieren", so der 53-Jährige. "Wenn wir am Ende einen fünfstelligen Betrag kriegen, wäre das große Klasse."

Neuer Anlauf für Trondheim-Oslo im nächsten Jahr

Sportlich sieht Hafer, der selbst bisher immerhin einen rund 400-Kilometer-Kurs rund um das Ijsselmeer in den Niederlanden gefahren ist, eine "echte Herausforderung". So habe der Rundkurs addiert sogar mehr Höhenmeter als das norwegische Vorbild. "Wir sind uns unserer Sache gar nicht so sicher, ob wir das packen." Und doch haben die drei Radler noch immer die ganz große Kraftprobe vor Augen. "Klar: Trondheim-Oslo nächstes Jahr. Wenn das Rennen stattfindet, sind wir dabei."

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Spenden an das Hospiz

Wie man die Radfahrer und damit das Hospiz Mittelhessen finanziell unterstützen kann, erfahren Sie auf der Website des Hospizes.

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