Dirk Leonhardt

Ultra-Triathlet Dirk Leonhardt hat es geschafft: 200 Kilometer Schwimmen, 5.400 Kilometer Radfahren und 1.320 Kilometer Laufen liegen hinter dem Bruchköbeler. Am Ende sorgten die Füße für große Probleme, als Belohnung ist Familien-Zeit angesagt.

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Der Hessenpokal steht auf dem Rasen vor einem Tor. Im Hintergrund leere Ränge.
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Am Ende wurde es noch einmal richtig schmerzhaft. Nicht, dass das für Dirk Leonhardt unvorhergesehen kam. Nein, nach 200 Kilometer Schwimmen, 5.400 Kilometer Radfahren und 1.320 Kilometer Laufen war das abzusehen. Der Ultra-Triathlet aus Bruchköbel hatte am Samstag am Ende einer wahnsinnigen und mit einem Rekord veredelten Tortur aber auch noch ganz menschliche Schmerzen.

Aber zurück zum Anfang: Vor fast eineinhalb Monaten brach Leonhardt auf, um ins Guinessbuch der Weltrekorde zu kommen. Ein Ultra-Triathlon sollte es werden - mit den oben genannten Daten. Nie weit weg, das ließen die Coroana-Bestimmungen nicht zu. Der Familienvater schwamm, radelte und lief immer in der näheren Umgang herum.

Füße voller Blut und Blasen

Am Samstag folgte dann der Zieleinlauf vor der Haustür in Bruchköbel - auf blutigen Füßen. So sehr hatte sich Leonhardt geschunden. Auf der Laufstrecke plagten ihn eine Knochenhautentzündung, Fersenprobleme und zwei blutige Fußsohlen, die von Blasen übersäht waren. Joggen war so nicht mehr möglich. Aber wo ein Wille, da ein Weg: Ins Ziel spazierte Leonhardt einfach. Auf die Zeit kam's beim Weltrekord ja nicht an.

Die Belohnung für all die Strapazen wartete vor der heimischen Tür: seine Ehefrau und seine zwei Söhne. "Den Füßen geht es ziemlich schlecht", gab der frischgebackene Weltrekordler hinterher zu. "Aber das ist jetzt auch egal. Die können sich ja jetzt wieder ausruhen. Dem Rest vom Körper geht es unglaublich."

Dirk Leonhardt still

Eine Runde Kuscheln als Belohnung

Und was macht so ein Rekord-Mann nach getaner Arbeit? "Priorität hat jetzt die Familie. Ich werde jetzt duschen, normale Sachen anziehen - und einfach mal meine Kinder in den Arm nehmen und zehn Minuten kuscheln." Das, so viel ist sicher, hat sich Dirk Leonhardt mehr als verdient.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 15.08.2020, 19.30 Uhr