United Volleys

Nach dem sensationellen Halbfinal-Sieg gegen Friedrichshafen stehen die United Volleys Frankfurt erstmals im Finale des DVV-Pokals. Für die Hessen die Chance, die Saison "mit einem absoluten Highlight zu krönen".

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United Volleys gegen Friedrichshafen
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Die Corona-Zeit ist wahrlich keine Zeit für ausschweifende Partys, aber zumindest das ein oder andere Kaltgetränke wünscht man den United Volleys dann doch. Pokal-Halbfinale, der Gegner VfB Friedrichshafen der große Favorit und ein fast zweistündiger Fight mit dem besseren Ende für den hessischen Underdog. Pokalfinale. Da kann man schonmal die Korken knallen lassen.

Zumal der Finaleinzug der United Volleys mit 3:2 (25:23, 25:27, 25:21, 15:26, 16:14) nicht weniger als historisch ist. Noch nie in der zugegeben noch jungen Vereinsgeschichte standen die Frankfurter im Finale des DVV-Pokals. Zum Vergleich: Der Gegner vom Donnerstag konnte den Cup sage und schreibe bereits 16 Mal gewinnen. Nun ist es also soweit. Am 28. Februar geht es für die Hessen in die SAP Arena nach Mannheim.

"Friedrichshafen besiegt man nur mit einer Topleistung"

Dass es soweit kam, war einem leidenschaftlichen Kampf zu verdanken. "Einen Gegner wie Friedrichshafen besiegt man nur mit einer Topleistung, und die hat die Mannschaft heute abgeliefert", freute sich auch Coach Juan Manuel Serramalera.

Tatsächlich entwickelte sich gegen Friedrichshafen ein Fight der Extraklasse. Zweimal gingen die Volleys nach Sätzen in Führung, zweimal konnte das Spitzenteam aus Friedrichshafen wieder ausgleichen. Die Entscheidung musste dann im Tie-Break her. Mit dem besseren und vielumjubelten Ende für die Hessen.

"So einen Ball zu verwandeln ist natürlich ein Traum"

Matchwinner dabei: Tim Grozer. Nach fast zwei Stunden Spielzeit und zwei Matchbällen, die die Friedrichshafener noch abwehren konnten, war es der 22-Jährige, der das Spiel beendete. Und seine Freude darüber laut rausschrie. "So einen Ball zu verwandeln, ist natürlich ein Traum", sagte Grozer nach dem Spiel.

"Genau wie im Viertelfinale haben die Spieler ihren großartigen Charakter gezeigt und sich dadurch die Möglichkeit geschenkt, diese schwere Saison mit einem absoluten Highlight zu krönen", so Serramalera. In der Tat. Finalgegner sind die Netzhoppers Königs Wusterhausen, ebenfalls erstmals im Endspiel vertreten, während die beiden Topteams aus Berlin und eben Friedrichshafen zum ersten Mal seit acht Jahren nicht dabei sind. Gut möglich also, dass es im Februar dann noch einmal richtig etwas zu feiern gibt.