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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Saison-Aus für United Volleys

Die United Volleys bangen um ihre Existenz.

Dass die Volleyball-Bundesliga wegen der Corona-Pandemie den Betrieb eingestellt hat, findet man bei den United Volleys wichtig und richtig. Auch wenn das vorzeitige Saisonende die Hessen vor große finanzielle Probleme stellt.

In der Fußball-Bundesliga wurde lange darum gefeilscht, ob man an diesem Wochenende den Spielbetrieb schon einstellt oder noch nicht. Immerhin gehe es um viel Geld, argumentierten einige Vereinsverantwortliche. Bei Volleyball-Bundesligist United Volleys, dessen Saison am Abend des 12. März abrupt endete, stand diese Frage nie zur Debatte.

"Es war die einzig richtige Konsequenz, um den immer gravierenderen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die gesamte Bevölkerung und das Alltagsleben in unserer unmittelbaren Umgebung angemessen Rechnung zu tragen", sagte United-Geschäftsführer Jörg Krick zum Beschluss der Bundesliga, den Spielbetrieb umgehend einzustellen.

Sogar die Meisterschaft war drin

Die Frankfurter haben die Entscheidung von Anfang an unterstützt – obwohl sie vom Saison-Abbruch besonders hart getroffen sind. Das Top-Spiel gegen den Tabellenersten Berlin und die bevorstehenden Playoffs werden nicht mehr stattfinden.

Das sind Spiele, die erfahrungsgemäß gut besucht sind und den Volleys einiges an Einnahmen beschert hätten. Die Frankfurter durften sich als Tabellenzweiter durchaus realistische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft machen. "Statt vor dem größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte stehen wir nun vor einem riesigen finanziellen Ausfall", so Krick.

"Riesige Herausfoderungen"

Der Schaden sei derzeit nur schwer zu beziffern, gehe aber wohl "weit in den sechsstelligen Bereich." Für die United Volleys ist das durchaus existenzbedrohend. Die Hessen stehen vor "riesigen Herausforderungen". Eine Menge finanzieller Fragen müssten geklärt werden.

"Wir setzen darauf, dass die Politik in Stadt, Land und Bund ihre Zusagen einhält und die Vereine in dieser schwierigen Situation unterstützt", so Krick. Die Volleys hoffen, dass sie schon in der kommenden Woche mehr darüber wissen, was die Zukunft des Bundesligisten bereithält. "Wir rüsten uns dafür, hoffentlich ab Oktober erneut in der Bundesliga und in der Champions League anzugreifen."