Die Spieler von Frankfurt Universe laufen ins Stadion ein

Frankfurt Universe blickt in eine schuldenfreie Zukunft. Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan der Footballer zugestimmt, das Insolvenzverfahren wird aufgehoben. Auch mit dem FSV Frankfurt sind sich die Men in Purple einig geworden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rittmeister: "Universe startet bei Null"

Frankfurt Universe
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Frankfurts Football-Fans dürfen sich auch in Zukunft auf erstklassigen Sport einstellen. Bundesligist Frankfurt Universe ist seinen Schuldenberg von rund 1,5 Millionen Euro los. Das bestätigte Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister am Mittwochmittag dem hr-sport.

Bereits vor rund drei Wochen haben die rund 50 anwesenden Gläubiger vor dem Amtsgericht Offenbach dem Insolvenzplan Rittmeisters zugestimmt. Zwei Wochen dauerte es, bis der Plan "in Rechtskraft erwachsen" ist, erläutert der Insolvenzverwalter. Heißt: 14 Tage hatten Gläubiger Zeit, um doch noch Beschwerde gegen den Plan einzureichen. Da das nicht passiert ist, beantragt Rittmeister nun die Aufhebung des Insolvenzverfahrens – eine reine Formalie.

Rittmeister übergibt Universe Mitte März

"Ich gehe davon aus, dass ich Mitte März nicht mehr das Sagen bei Universe haben werde", so der Insolvenzverwalter. In rund zwei Wochen sollte die neue Geschäftsführung des Bundesligisten voll handlungsfähig sein.

Über eine weitere gute Nachricht dürfen sich auch die Fußball-Fans des FSV Frankfurt freuen: Die Universe hat ihre Anfechtungsansprüche über 70.000 Euro gegen den Regionalligisten fallengelassen. Das Geld habe der FSV von den Footballern erhalten, bevor die Insolvenz der Universe offiziell war. Die Fußballer, so der Vorwurf, hätten aber bereits von der finanziellen Schieflage der Men in Purple wissen müssen und das Geld nicht annehmen dürfen. Das konnte Rittmeister dem FSV aber nie nachweisen.

FSV Frankfurt auch bald schuldenfrei?

Da der FSV auf der anderen Seite auch offene Forderungen an die Universe hatte, sind beide Seiten zu einem Übereinkommen gelangt. Man habe sich "im Beisein der neuen Geschäftsführer über die wechselseitigen Forderungen geeinigt. Alle noch offenen Probleme sind gelöst", sagte Rittmeister. Wie genau, dazu machte er keine Angaben.

Für den FSV könnte die Einigung ein Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Gesundung sein. Wie die FAZ berichtete, soll die Unklarheit darüber, ob die Fußballer noch 70.000 Euro an die Footballer zahlen müssen, der Hauptgrund dafür sein, dass das Insolvenzverfahren des FSV noch immer nicht zum Abschluss gebracht werden konnte. Es ist also gut möglich, dass nach der Universe auch der zweite Frankfurt Club, der am Bornheimer Hang spielt, demnächst wieder schuldenfrei ist.