Sebastian Vettel beim Qualifying in Barcelona.
Sebastian Vettel wurde im erstenfreien Training nur Fünfter Bild © Imago Images

Während sein Konkurrent Lewis Hamilton zum Auftakt in Monaco Bestzeit fährt, legt Sebastian Vettel eine durchwachsene Leistung hin. Hoffnung für das Rennen machen allein die eigenen Gesetze der Strecke.

Beim Auftakt zum Großen Preis von Monaco stand auch für Sebastian Vettel alles im Zeichen der am vergangenen Montag so plötzlich verstorbenen Formel-1-Legende Niki Lauda. Der Heppenheimer ließ kurzfristig einen roten Helm im Lauda-Design anfertigen, auf dem in weißen Lettern der Name des dreimaligen Champions zu lesen ist. Die beiden Ferraris waren zudem an den Seitenkästen mit dünnen schwarzen Balken und dem Schriftzug Niki Lauda verziert.

Auch die Mercedes-Teammitglieder, Vettels große Konkurrenten, trauerten. Der Schriftzug "Danke Niki" und ein Autogramm Laudas in roter Schrift zierte die beiden Silberpfeile. Auf der Strecke jedoch endeten die Gemeinsamkeiten. Denn während der WM-Führende Lewis Hamilton in 1:11,118 Minuten die schnellste Runde des Tages fuhr, musste sich Vettel im ersten freien Training mit dem fünften Platz begnügen, im zweiten landete er zwar auf Platz drei, allerdings mit einem erschreckenden Rückstand von 0,763 Sekunden.

Eklatante Zeitverluste

Ein Ergebnis, das sich ins ohnehin schwache Bild fügt, das der Heppenheimer und sein Rennstall in der laufenden Saison abgeben. Und die Chancen auf eine Trendwende stehen nicht gerade gut. Die Scuderia scheint beim Design des SF90 auf das falsche Pferd gesetzt zu haben: Der 2019er-Ferrari hat zwar den größten Speed auf den Geraden, doch die Zeitverluste auf Mercedes und auch Red Bull in den Kurven waren zuletzt eklatant. Zusätzlich muss Vettel im eigenen Team durch Leistung für klare Verhältnisse sorgen. Die Stallorder ist bei Ferrari zum leidigen Dauerthema geworden.

Immerhin: Die Strecke in Monaco macht Hoffnung, Vettel betonte die eigenen Gesetze auf dem Stadtkurs. "Roulette" sei es. Der Ferrari - das betonte Vettel mehrfach - ist aber nicht schnell genug. Vettel braucht also auch Glück, wenn die Kugel bei Rot halten soll. Dass er in Charles Leclerc einen Monegassen im Team hat, der sich innig wünscht, bei seinem Heimrennen den ersten Formel-1-Sieg seiner jungen Karriere zu feiern, macht es für Vettel auch nicht einfacher. Ein Sieg wäre indes dringend notwendig, wirft man einen Blick auf den Punktestand. Vor dem sechsten WM-Lauf führt Hamilton die WM-Wertung mit 112 Punkten an. Vettel fehlen bereits 48 Zähler auf den Briten.