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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vettels neuer Ferrari trägt den Namen SF1000

Ferrari SF1000 Vettel

Das Formel-1-Jahr 2019 verlief für Ferrari und Sebastian Vettel enttäuschend. Rund um die Präsentation des neuen Boliden wurde klar: Der Heppenheimer ist nicht mehr die klare Nummer eins.

Mit dem SF1000 bläst Ferrari zur Jagd auf Mercedes und den sechsmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Der Rennstall des viermaligen Champions Sebastian Vettel stellte am Dienstagabend im pompösen Theaterhaus Romolo Valli in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia feierlich seinen neuen Rennwagen vor.

Der Bolide verdankt seinen Namen einem anstehenden Jubiläum: Der traditionsreichste Formel-1-Rennstall wird in der kommenden Saison seinen 1000. Grand Prix bestreiten. Ob der Heppenheimer Vettel dieses Jubiläumsrennen als Nummer eins bestreiten wird, ist jedoch offener denn je.

Vettel nicht mehr unangefochten

"Charles hat ein Jahr Erfahrung mit uns hinter sich. Sie werden auf demselben Level sein, sie können beide darum kämpfen, vorne zu sein", sagte Teamchef Mattia Binotto. Beide sollen demnach erstmal frei fahren dürfen.

Zu Beginn der vergangenen Saison hatte noch Vettel den Status als Nummer eins zugesprochen bekommen. Der damalige Ferrari-Neuling Leclerc ließ den viermaligen Weltmeister dann aber mehrere Male hinter sich und landete auch in der WM-Wertung als Vierter direkt vor dem Deutschen. "Das ändert nichts", meinte Vettel. "Wir sind schon im letzten Jahr unter gleichen Bedingungen gestartet und tun das in diesem Jahr genauso."

Ferrari wartet seit 2007 auf WM-Triumph

Die Zuversicht von Vettel ist dennoch erst einmal ungebrochen: "Es steckt sehr viel Arbeit in diesem Auto. Das werde ich spüren, wenn ich es fahre. Es wurden kluge Lösungen gefunden. Wir müssen noch eine Woche warten, bis wir einsteigen dürfen. Aber es sieht einfach klasse aus", sagte er über seinen neuen Bolliden. 

Ferrari SF1000 Vettel

Ferrari-Chef Louis Camilleri setzt derweil seine Hoffnungen nicht nur in den neuen Rennwagen, sondern auch in Vettel, dessen Vertrag am Jahresende ausläuft, und den monegassischen Youngster Leclerc. "Sie haben beide ein unglaubliches Talent. Sie haben die Leidenschaft, die man braucht, um in einem Ferrari-Cockpit zu sitzen", erklärte Camilleri, der kurz und knapp "Siegen" als das Ziel für 2020 formulierte.

Ferrari ist zwar der historisch erfolgreichste Formel-1-Rennstall, letztmals feierte die Scuderia aber 2007 durch Kimi Räikkönen die Fahrer-Weltmeisterschaft. Im Vorjahr gewannen Vettel und Leclerc im Vorgänger SF90 lediglich drei von 21 Rennen und waren im Titelkampf gegen Mercedes chancenlos. Die ersten Testfahrten starten am 19. Februar in Barcelona, die 71. Saison in der Formel 1 beginnt am 15. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.