Für den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel macht die Formel 1 zu wenig aus ihren Möglichkeiten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

"Bis Ende 2025 fahren wir mit den aktuellen Motoren, die zu kompliziert sind, um ein Vorbild für die Serienentwicklung zu sein. Wir erhöhen den Anteil von nachhaltigen Kraftstoffen deshalb zunächst nur auf 10 Prozent", sagte der Heppenheimer Vettel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Mir geht das alles nicht schnell genug. Man muss die Probleme jetzt anpacken und Lösungen finden. Die Formel 1 hätte so viele Möglichkeiten, den Weg in die Zukunft der Mobilität zu weisen. Aber die verschiedenen Interessen stehen sich gegenseitig im Weg."

Auch das sei ein Grund, warum die Königsklasse des Motorsports nicht mehr in Deutschland ausgerichtet werde. "Deshalb fahren wir teilweise in Staaten ohne Motorsporttradition", sagte Vettel. "Ich glaube, das könnte anders sein, wenn wir mit der Formel 1 einerseits guten Sport und andererseits Lösungen für die Probleme der Zukunft bieten könnten. Dann ist es auch keine Frage mehr, ob die Formel 1 noch zeitgemäß ist." Er selbst versuche anzupacken, "was in meiner Verantwortung liegt und was ich verändern kann", sagte Vettel.