Skispringer Stephan Leyhe

Am Dienstag startet die Vierschanzentournee mit der Qualifikation in Oberstdorf. Der Willinger Skispringer Stephan Leyhe blickt auf gute Tournee-Erfahrungen zurück - und brennt nach seiner langen Pause auf neue Taten.

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Leyhe: "Die Tournee ist immer ein sehr emotionales Ereignis"

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Skispringer Stephan Leyhe ist zurück in der Spur. Und zwar nicht nur im übertragenden Sinne, sondern wortwörtlich: Der Willinger, der die gesamte Wintersaison 2020/2021 wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, ist endlich wieder dabei. Natürlich auch bei der Vierschanzentournee, die am Dienstag beginnt und das erste, aber bei weitem nicht letzte Highlight der diesjährigen Skisprung-Saison ist.

Leyhe stand schon auf dem Tournee-Podest

"Für mich persönlich ist das immer ein sehr großes und emotionales Ereignis. Ich kann mich schon an einen Podestplatz zurückerinnern, musste aber auch lernen, dass es dort nicht so einfach ist", sagte Leyhe in einem offiziellen Statement des Deutschen Skiverbandes und spielte damit vor allem auf die Tournee 2018/2019 an. Damals ersprang er sich hinter Vierfach-Sieger Ryoyu Kobayashi und Markus Eisenbichler Platz drei der Gesamtwertung.

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Vierschanzentournee ohne Zuschauer

Normalerweise kommen zu den vier Tournee-Stationen Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen insgesamt rund 100.000 Fans. Diesmal sind auf den Rängen keine zugelassen. Bei den beiden österreichischen Springen sollten zunächst noch einige Fans dabei sein können. Wegen der angespannten Corona-Lage wurde auch dieser Plan kurz vor Weihnachten verworfen - es wird also vier Geisterspringen geben.

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"Die Krux bei diesem Turnier ist es, diese acht bist zehn Tage auf einem konstant guten Niveau abzuliefern, damit man vorne dabei ist. Mir gefällt das. Wenn ich mal in guter Verfassung war, dann konnte ich sie auch bis zu Schluss halten", erklärte Leyhe. Die Verfassung in der aktuellen Saison ist allerdings noch durchwachsen. Nach einem starken ersten Weltcup-Wochenende in Nischni Tagil, bei dem sogar eine Top-Ten-Platzierung heraussprang, pendelte sich Leyhe im Anschluss eher um Platz 20 herum ein.

Es geht auch um Olympia

Die Hauptrollen bei der Tournee, die die Skispringer traditionell nach Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen führen wird, spielen also erst einmal andere. Da wären beispielsweise Leyhes Teamkollege Karl Geiger, der aktuell die Weltcup-Wertung anführt, der starke Norweger Halvor Egner Granerud oder der bereits erwähnte Kobayashi.

Für Leyhe geht es allerdings darum, sich überhaupt mal wieder auf der großen Bühne zu zeigen, nachdem er so lange nur zuschauen konnte. Und natürlich um eine gute Ausgangsposition für den Olympia-Winter.

Olympia-Platz noch nicht sicher

Denn der 29-Jährige durfte in der dieser Saison zwar auch schon im Mannschaftswettbewerb ran, hat seinen Platz im starken deutschen Team für Peking aber keineswegs sicher. Die Tournee ist also eine gute Gelegenheit, Bundestrainer Stefan Horngacher zu zeigen, dass er an Comebacker Leyhe nicht vorbeikommen wird.

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Die Termine der Vierschanzentournee 2021/2022

28. Dezember 2021 16.30 Uhr Oberstdorf (Qualifikation)
29. Dezember 2021 16.30 Uhr Oberstdorf (Wettkampf)
30. Dezember 2021 Ruhetag
31. Dezember 2021 14.00 Uhr Garmisch-Partenkirchen (Qualifikation)
01. Januar 2022 14.00 Uhr Garmisch Partenkirchen (Wettkampf)
02. Januar 2022 Ruhetag
03. Januar 2022 13.30 Uhr Innsbruck (Qualifikation)
04. Januar 2022 13.30 Uhr Innsbruck (Wettkampf)
05. Januar 2022 17.15 Uhr Bischofshofen (Qualifikation)
06. Januar 2022 17.30 Uhr Bischofshofen (Wettkampf)

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