Imago Volleys Valkiers

Vor dem Start in die Bundesliga-Saison sind die Sorgen bei den United Volleys groß. Denn den Frankfurtern steht wie allen Volleyball-Clubs in der Liga eine schwere Spielzeit bevor - und das nicht nur, weil weniger Fans in die Hallen dürfen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Geschäftsführer Heerstraß: "Hoffe, dass wir den Spielbetrieb aufrecht erhalten können"

Imago Heerstraß
Ende des Audiobeitrags

Der Start in eine neue Spielzeit ist eigentlich ein Grund zur Freude - denn nach wochenlanger Vorbereitung geht es los, das Team kann sich beweisen und die harte Arbeit sich auszahlen. In dieser Saison allerdings ist alles anders - auch bei den United Volleys in der Volleyball-Bundesliga (VBL). Nach dem Supercup am Sonntag startet die Mannschaft von Trainer Juan Manuel Serramalera am Samstag mit einem Heimspiel gegen Lüneburg. Die Vorfreude allerdings wird angesichts der Corona-Pandemie von Sorgen überlagert. "Die steigenden Infektionszahlen sehe ich mit großer Sorge", sagte Geschäftsführer Guido Heerstraß im Gespräch mit dem hr-sport.

Und damit ist er nicht allein. Die Liga stellt sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf die schwerste Saison ihrer Geschichte ein. "Die Clubs gehen nicht nur mit einem organisatorischen und finanziellen Mehraufwand - wie für die notwendigen, umfangreichen Hygienemaßnahmen – in die Saison, sondern auch mit der großen Unsicherheit, ob und wie ihre Spiele ausgetragen werden können", sagte VBL-Präsident Michael Evers.

Fans sind verunsichert

Diese Unsicherheit beschäftigt auch die United Volleys - zwar hatte das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt das Hygienekonzept mit 1.100 Fans in der Frankfurter Arena genehmigt, wegen der gestiegenen Corona-Zahlen ist das nun aber passé.Und - auch die Spieler der United Volleys leben und trainieren inmitten des Risikogebiets Frankfurt. "Sie müssen gesund bleiben", so Heerstraß.

Bei Neuzugang United-Volleys-Neuzugang Rodrigo Quiroga hat das nicht geklappt. Der Argentinier ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weil Quiroga aber direkt nach seiner Ankunft am Flughafen getestet und sich daraufhin vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben hatte, ist das restliche Team nicht betroffen. Er weise zudem keine "ausgeprägten Krankheitssymptome auf", hatte United-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera betont. "Hoffen wir, dass es so bleibt."

Angst vor dem Rundenabbruch

Auch bei anderen Clubs hat es bereits vor Saisonstart positiven Befunde gegeben. Erste Partien mussten bereits verlegt werden. Die innerdeutschen Reiseregeln könnten sich ebenfalls als Schwierigkeit herausstellen. "Allen Beteiligten wird die anstehende Saison daher definitiv deutlich mehr abverlangen als dies in allen anderen Spielzeiten vorher der Fall war", sagte VBL-Präsident Evers. "Die Situation ist extrem angespannt und kann existenzbedrohend werden."

Das glaubt auch Volleys-Geschäftsführer Heerstraß. "Das kann existenzbedrohend sein, wenn es zum Beispiel zum Rundenabbruch kommt", betonte er. Die Hoffnung aber, dass der Club die Saison trotz der angespannten Lage gut übersteht, will Heerstraß nicht aufgeben - zumindest nicht ganz. "Ich hoffe, dass wir den Spielbetrieb aufrecht erhalten können und zu einer Normalität zurückkehren können. Das aber ist im Moment nicht absehbar, im Gegenteil - es lässt den Schluss zu, dass es sich für die nächsten Monate noch verschärfen wird."