Die angespannte Corona-Infektionslage hat auch Auswirkungen auf den geplanten Heiligabend-Gottesdienst an der Mühlenkopfschanze in Willingen. Der muss abgesagt werden - einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber im Upland.

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Willingen Mühlenkopfschanze
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Es hätte so schön werden sollen an Heiligabend in Willingen. Einen Gottesdienst im Auslauf der Mühlenkopfschanze hatten der Skiclub und Pfarrer Christian Röhling geplant - mit den Füßen im Schnee, einer Maske über Mund und Nase und gebührendem Abstand. Daraus aber wird nichts. "Dies lässt die aktuelle Entwicklung der Inzidenzen nicht zu", sagte Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel am Montag. Deshalb hätten sich die Verantwortlichen entschieden, den geplanten Gottesdienst abzusagen.

"Es ist zu riskant, eine große Zahl an Gottesdienstbesuchern trotz der Einhaltung aller Hygieneauflagen auf der Sitzplatztribüne im Weltcup-Stadion zusammenzuführen", so Hensel weiter. Dabei war die Vorfreude der Gottesdienst, für den von der Geschäftsstelle des Ski-Clubs in den vergangenen Wochen personalisierte Tickets verkauft worden waren, riesig - und das in einem Jahr, in dem Vorfreude ein eher rares Gut ist.

"Entscheidung des Kopfes"

"Dieser Gottesdienst an der Mühlenkopfschanze sollte auch ein Hoffnungsstern für die Menschen sein doch die aktuelle Lage lässt dies leider nicht zu, da die Gesundheit Vorrang haben muss", so Röhling. "Es ist eine Entscheidung des Kopfes, nicht des Herzens." Und so bleibt das Flutlicht an der Willinger Mühlenkopfschanze an Heiligabend aus - Kerzen aber können angezündet werden, wenn auch nicht im Zuhause der Skispringer.

"Unsere Evangelische Kirche wird aber für die Menschen geöffnet sein, um mit Abstand und Maske ein Licht der Hoffnung zu entzünden", so Pfarrer Röhling. Und damit vielleicht den Wunsch zu verbinden, dass Weihnachten 2021 alles wieder so schön wird, wie sie sich es in Willingen auch in diesem Jahr gewünscht hätten.