Patrick Lange umarmt seine Freundin.
Titel geholt, Heiratsantrag gestellt: Patrick Lange hat ein gutes Wochenende hinter sich. Bild © Imago Images

Für Ironman-Weltmeister Patrick Lange lief das Wochenende perfekt. Wie es zu seinem Fabel-Rekord kam, wie lange er seinen Heiratsantrag im Ziel plante und was ihn für weitere Rennen motiviert, verriet der Nordhesse im hr-Interview.

Audiobeitrag
Patrick Lange

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lange im Interview: Leistungssteigerung ist einfach zu erklären

Ende des Audiobeitrags

Herr Lange, in der Nacht auf Sonntag sind Sie erneut Ironman-Weltmeister geworden. Wie geht es ihnen, ihr Körper dürfte ordentlich weh tun, oder?

Lange: Auf jeden Fall. Die Beine sind ziemlich müde, aber es ist ein wohlverdienter Schmerz. Daher schaue ich da gerne drüber weg. Mir geht es gut, ich bin rundum glücklich und zufrieden.

Kein Wunder, schließlich haben Sie den Streckenrekord pulverisiert. Wie erklären sie sich diese Leistungssteigerung?

Weitere Informationen

Titelverteidigung in Fabelzeit

Patrick Lange hat seinen Ironman-WM-Titel in der Nacht auf Sonntag in einer Fabelzeit verteidigt. Mit 7:52:39 Stunden blieb der für Darmstadt startende Nordhesse beim härtesten Triathlon der Welt als erster Mensch unter acht Stunden.

Ende der weiteren Informationen

Lange: Das ist relativ einfach zu erklären. Auf Hawaii ist das Wetter der wichtigste Faktor und die Windbedingungen beim Radfahren waren dieses Jahr einfach überragend. Dazu kommt, dass sich der Sport immer weiter entwickelt, die Räder, die Anzüge – das spielt alles eine große Rolle. Da ist einfach sehr viel passiert. Das hat alles dazu geführt, dass ich mich beim Radfahren signifikant schneller über die Strecke bewegt habe.

Ihre Zeit von 7:52:39 Stunden war die erste auf Hawaii unter acht Stunden. Glauben Sie, das ist ein Rekord für die Ewigkeit?

Lange: Ich weiß nicht, wie sich die Rekorde und der Sport entwickeln. Aber die Bedingungen waren schon einmalig, daher könnte der Rekord sicher ein paar Jahre bestehen. Dass ich der Erste bin, der in 40 Jahren unter acht Stunden geblieben ist, gibt mir aber viel Genugtuung. Auch wenn ich immer betont habe, dass es mir darum geht, zu gewinnen, egal in welcher Zeit.

Zum Sieg kommt ja auch noch ihr erfolgreicher Heiratsantrag im Ziel. Sie haben ja gesagt, sie hätten sich das während des Rennens überlegt. Wie kommt man auf solche Gedanken?

Lange: Der Gedanke ist natürlich schon vorher gereift. Das hat mich im Training auch schon sehr motiviert und gerade beim Laufen hat mich das zusätzlich angetrieben. Da wollte ich mir den Sieg erst recht nicht mehr nehmen lassen.

Videobeitrag

Video

zum Video Highlights im Video: Lange wiederholt Ironman-Triumph auf Hawaii

Ende des Videobeitrags

Sie haben ihren Titel verteidigt und sind bald Ehemann. Eigentlich haben Sie alles erreicht und könnten in den Ruhestand gehen…

Lange: Das bin ich witzigerweise letztes  Jahr auch schon gefragt worden (lacht). Nein, an Ruhestand ist natürlich nicht zu denken. Das Privatleben ist geregelt, sportlich bin ich noch ziemlich am Anfang und ich habe noch den einen oder anderen Coup vor.

Wie motivieren Sie sich, um weiter zu machen?

Lange: Jetzt freue ich mich erst einmal darauf, in Ruhe in den Urlaub zu fahren. Davor habe ich aber noch viele Termine. Die Motivation für die nächsten Jahre wird weiter der Ironman Hawaii sein. Das ist das Rennen, das zählt. Das spornt mich weiterhin an. Ich möchte in die Reihe der ganz großen Athleten aufsteigen. Dazu habe ich einen ersten großen Schritt gemacht.

Sendung: hr-iNFO, 15.10.2018, 9:35 Uhr