Felix Rijhnen auf dem Eis

Felix Rijhnen ist sechs Jahre lang nur Inlineskates gefahren. 2021 holte der Darmstädter die alten Schlittschuhe wieder aus dem Schrank. Nun fährt er mit dem deutschen Olympia-Team nach Peking.

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Felix Rijhnen im hr-iNFO-Interview

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Auf die Olympischen Spiele freut sich Felix Rijhnen wie ein kleines Kind. Kein Wunder, immerhin hat der gebürtige Darmstädter schon in jungen Jahren von ihnen geträumt. "Die Vorfreude ist riesig. Olympia ist ein Lebenstraum gewesen, schon schon als kleines Kind war das mein Ziel", sagte Rijhnen im Gespräch mit hr-iNFO.

Die Spiele seien die größte Bühne, auf der man als Sportler stehen kann. Rijhnen wird sie mit 31 Jahren das erste Mal betreten. Am 4. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. Rijhnen wird Team Deutschland als Eisschnellläufer vertreten. Beim Massenstart und über 5.000 Meter. In einer Sportart, mit der er vor sieben Jahren eigentlich abgeschlossen hatte.

Dann lieber Speedskaten...

Der Südhesse hatte schon immer zwei Leidenschaften: Eisschnelllaufen und Inline-Speedskaten. In beiden Sportarten war er erfolgreich, doch 2015 musste er sich für eine von beiden entscheiden. So zumindest wollte es der Verband, die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Wenn Rijhnen weiter unterstützt werden wolle, müsse er sich voll auf Eisschnelllaufen konzentrieren, so die Ansage.

Der Darmstädter hängte stattdessen die Schlittschuhe an den Nagel. Im Inline-Speedskaten wurde er 2017 Weltmeister über 10.000 Meter und ein Jahr später über die Marathon-Distanz. 2019 gewann er als erster Deutscher den Berlin-Marathon.

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Felix Rijhnen und das Geheimnis seiner Schlittschuhe

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"Wie ein Junior auf dem Eis"

Zwei Jahre später fanden Rijhnen und die DESG etwas überraschend wieder zusammen. Im Dezember wurde er noch etwas überraschender Dritter beim Weltcup im kanadischen Calgary – und qualifizierte sich prompt für die Olympischen Winterspiele.

Völlig heimisch fühlt er sich auf dem Eis allem Erfolg zum Trotz aber noch nicht. "Ich fühle mich ein bisschen wie ein Junior auf dem Eis. Alles ist neu und irgendwie spannend", so Rijhnen. Entsprechend demütig formuliert er dann auch seine Erwartungen an seine ersten Olympischen Spiele. "Ich möchte danach einfach sagen können: Ich habe in beiden Wettkämpfen alles gegeben und ich habe alles aus mir rausgeholt, was an dem Tag im Tank war. Wenn ich das schaffe, bin ich zufrieden."