Yannic Kiehl von der Frankfurt Galaxy

Yannic Kiel und Jan-Hendrick Hoffmeyer könnten schon bald Football in den USA spielen. Die erste Hürde haben die Spieler der Frankfurt Galaxy bereits genommen. In London müssen sie nun die Scouts der NFL beeindrucken.

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Yannic Kiel und Jan-Hendrick Hoffmeyer
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Yannic Kiel hat erst vor wenigen Wochen eigentlich alles erreicht. Er ist Champion mit Frankfurt Galaxy geworden. Im Finale der neugegründeten European League of Football hat der 2,02 Meter große Offensive-Line-Spieler mit dafür gesorgt, dass sein Quarterback gleich vier Touchdown-Pässe werfen konnte und die Hessen das Spiel gewannen.

Den Titel in allen Ehren, einen ganz speziellen Traum kann er sich in Europa aber nicht erfüllen. "Welcher Footballer träumt nicht davon, mal in der NFL zu spielen?", fragt der 28-Jährige im Gespräch mit dem hr-sport. Am Dienstag kann er seinem Traum noch einmal ein Stückchen näherkommen.

Schaulaufen in London

Kiel ist genauso wie sein Teamkollege Jan-Hendrick Hoffmeyer zum NFL Combine eingeladen worden. In London kommen vielversprechende Football-Talente aus aller Welt zusammen. International Pathway Program (IPP) nennt sich die weltweite Talentsuche, die der Liga mehr internationalen Flair bringen soll. Die Talente zeigen den Team-Scouts aus den USA, was in ihnen steckt. Kraftübungen werden absolviert, die Schnelligkeit und die Beweglichkeit der Athleten wird getestet – dann werden die Besten in die USA mitgenommen.

Dort geht es leider noch nicht gleich in die NFL, sondern erst einmal in ein Trainingscamp nach Florida, erklärt Offensive Tackle Hoffmeyer: "Da heißt es dann drei Monate trainieren." Und vielleicht wird dort dann ein NFL-Club auf einen der beiden Frankfurter aufmerksam.

Jakob Johnson als Vorbild

Zugegeben: Die Chance ist nicht groß. Etwa 45 Spieler stellen sich in London den Scouts vor. Nur 12 bis 16 dürfen dann mit in die Trainingsakademie nach Tampa Bay. Ein Platz in der NFL ist keinem von ihnen garantiert. Dass es trotzdem klappen kann, hat in der Vergangenheit etwa Jakob Johnson bewiesen. Der Fullback aus Stuttgart kam ebenfalls über das IPP in die USA – und spielt dort nun für die New England Patriots.

"Das ist die Chance meines Lebens", sagt deshalb auch Kiel, der ebenfalls gerne bei den Patriots landen würde. Hoffmeyer würde hingegen den Süden der USA bevorzugen. "Ich bin Dallas Cowboy-Fan. Texas wäre schon gut", sagt er. Wenn es am Ende aber doch ein anderes Team werden sollte, wäre keiner der beiden traurig. Der Traum handelt schließlich davon, in der NFL zu spielen. Alles andere ist dann nur Zusatz.

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