FSV Frankfurt Fans

In den hessischen Stadien und Hallen sind endlich wieder mehr Fans zugelassen. Die meisten strömen zu Eintracht Frankfurt, aber auch im Basketball, Handball und Eishockey kommt wieder Stimmung in die Bude. Ein Überblick.

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Bringen neue Corona-Regeln Erleichterungen für Hessen?

hs
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Die Zeit der spärlich besetzten Tribünen und der Geisterspiele ist (vorerst) vorbei. Von ausverkauften Stadien und Sporthallen sind Hessens Proficlubs zwar auch mit Inkrafttreten der neuesten Corona-Schutzverordnung des Landes noch ein gutes Stück entfernt, seit diesem Montag sind aber immerhin wieder deutlich mehr Fans zugelassen. Das berühmte Licht am Ende des Corona-Tunnels.

Konkret heißt das: Bei Großveranstaltungen dürfen im Freien wieder bis zu 50 Prozent der Plätze – aber maximal 10.000 – besetzt werden. Im Innenbereich ist die Auslastung auf 30 Prozent und maximal 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer begrenzt. In allen Sportstätten gelten die 2G-Plus-Regel und Maskenpflicht. Was das für die hessischen Fußball-, Handball-, Eishockey- und Basketball-Teams bedeutet? Hier der Überblick.

Fußball

Eintracht Frankfurt

Die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) werden bis zu 10.000 Fans im Stadion verfolgen dürfen. Dauerkarten-Inhaber und Mitglieder konnten sich für Tickets bewerben. Sollte wider Erwarten ein Kontingent übrig bleiben, wird es einen freien Verkauf geben.

SV Darmstadt 98

Das Heim-Debakel gegen den Hamburger SV (0:5) erlebten nur 1.000 Zuschauer, zum kommenden Zweitliga-Heimspiel der Lilien gegen Hansa Rostock am 20. Februar (13.30 Uhr) erwarten die Südhessen immerhin die siebenfache Menge. Da sich das Stadion am Böllenfalltor noch im Umbau befindet und auch ohne Corona-Einschränkungen "nur" 14.000 Plätze im Angebot hat, sind gemäß der neuen Regeln etwas mehr als 7.000 Fans zugelassen. Der offizielle Bescheid des Gesundheitsamts steht jedoch noch aus.

SV Wehen Wiesbaden

Ganz genau nachgezählt hat derweil der SV Wehen Wiesbaden: Die beiden kommenden Heimspiele des hessischen Drittligisten gegen den 1. FC Saarbrücken und Viktoria Berlin könnten vor einer Kulisse von maximal 4.882 Besucherinnen und Besuchern ausgetragen werden. Auch Gästefans sind willkommen. Dauerkarten-Inhaber, die ihren Stammplatz in den vorübergehend geschlossenen Blöcken O10 oder O13 haben, bekommen Ersatz-Eintrittskarten zugeschickt.

FSV Frankfurt

Ja, auch am Bornheimer Hang kann es bald wieder voller werden. Die Nord- und die Gegentribüne bleiben vorerst zwar geschlossen, im Optimalfall kann der FSV Frankfurt im Abstiegskampf der Regionalliga Südwest aber von 6.521 Fans unterstützt werden. Abstands- und Gruppenbeschränkungen gibt es nicht. Auf den Sitzplätzen werden die Besucherinnen und Besucher im mittlerweile bekannten Schachbrettmuster verteilt.

TSV Steinbach Haiger

Der TSV Steinbach Haiger hat sein Stadion am Haarwasen zwar umgebaut und aufgestockt. Da Corona-bedingt noch die letzten Abnahmen fehlen, liegt die offizielle Kapazität aktuell jedoch weiter bei exakt 4.999. Zum Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Pirmasens sind laut eines Vereinssprechers bis zu 2.500 Fans zugelassen.

FC Gießen

Ganz ähnlich sieht das beim mittelhessischen Nachbarn FC Gießen aus. Das Waldstadion bietet im Normalfall ebenfalls 4.999 Zuschauern Platz, in den aktuellen Zeiten müsste die Hälfte der Plätze leer bleiben. Eine offizielle Meldung zur Ticket-Anzahl gibt es von den Gießenern aktuell aber noch nicht.

Kickers Offenbach

Die zweitmeisten Fans dürfen aktuell die Offenbacher Kickers begrüßen. Der Tabellendritte der Regionalliga Südwest, der bei einem Spiel weniger nur zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Ulm hat, könnte am Freitagabend (19 Uhr) gegen Rot-Weiß Koblenz von insgesamt 9.289 OFC-Anhängern unterstützt werden. Am Support sollte der Aufstieg in die 3. Liga also nicht scheitern.

Hessen Kassel

Nur minimal weniger sind beim KSV Hessen Kassel zugelassen. Das luftige Auestadion öffnet in den aktuellen Corona-Zeiten seine Tore für maximal 9.494 Fans. Dass auch in Nordhessen nur der Konsum von Speisen und Getränken ein kurzzeitiges Anheben der medizinischen Maske erlaubt, versteht sich von selbst.

Handball

HSG Wetzlar

Pünktlich zum Heimspiel gegen Spitzenteam Flensburg-Handewitt am Donnerstag (19.05 Uhr) wird auch bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar die Halle wieder voller. Wie die Mittelhessen mitteilten, können insgesamt 1.480 Fans ihr Team anfeuern. Dauerkarten haben aktuell keine Gültigkeit und müssen umgetauscht werden, in der Arena ist dann freie Platzwahl.

MT Melsungen

Auch die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen können zu Beginn der zweiten Saisonhälfte wieder auf die Unterstützung der Fans bauen. Aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung kann die MT ihre Heimspiele ab sofort vor maximal 1.465 Zuschauern austragen, wie der Verein mitteilte. Erstmals gilt die Regel am kommenden Samstag im Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten. "Wir begrüßen diese positive Maßnahme des Landes Hessen sehr", sagte MT-Vorstand Axel Geerken. Hinter der Austragung steht nach zahlreichen Corona-Fällen bei den Nordhessen jedoch noch ein kleines Fragezeichen.

Eishockey

Kassel Huskies

Ein Freitagabend bei den Kassel Huskies? Ist ab sofort wieder möglich. Die Schlittenhunde dürfen ihre modernisierte Heimstätte zu genau einem Drittel – also mit 1.830 Fans – füllen. Die Dauerkarten behalten ihre Gültigkeit und können erstmals am Freitag (19.30 Uhr) gegen Crimmitschau wieder rausgekramt werden.

Löwen Frankfurt

Etwas voller wird es ab sofort wieder bei den Löwen Frankfurt. Der Tabellendritte der DEL2 tritt in den kommenden Wochen vor bis zu 2.206 Zuschauern an. Auf der Stehtribüne werden Blöcke gebildet, die Belegung der Sitzplätze erfolgt ähnlich wie beim Bornheimer Fußball-Nachbarn FSV Frankfurt im doppelten Schachbrettmuster. Aber aufgepasst: Alle bereits erworbenen Tickets müssen noch einmal umgebucht werden.

EC Bad Nauheim

Der Zuschauer-Spitzenreiter unter den hessischen Eishockey-Clubs ist der EC Bad Nauheim. Die Roten Teufel, die ihre Heimspiele im altehrwürdigen und an den Seiten teils offenen Colonel-Knight-Stadion austragen, dürfen insgesamt 2.350 Tickets in den Verkauf geben.

Basketball

Skyliners Frankfurt

Der ersten hessischen Profi-Sportler, die in den Genuss eines größeren Publikums kommen, sind die Bundesliga-Basketballer der Frankfurt Skyliners. Das Team von Headcoach Diego Ocampo, das mittendrin steckt im Abstiegskampf der BBL, empfängt am Mittwochabend den Tabellenletzten aus Oldenburg und insgesamt 1.650 Basketball-Fans.

Gießen 46ers

Und auch in der Sporthalle Gießen-Ost zieht wieder etwas mehr Leben ein. Die Gießen 46ers, die ebenfalls gegen den Abstieg kämpfen, freuen sich auf bis 1.126 Zuschauerinnen und Zuschauer.

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