Imago Leyhe

Endlich Treppchen: Stephan Leyhe hat seine gute Form bestätigt und fliegt beim Weltcup in Sapporo nach starken Wochen auf Rang zwei.

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Als Stephan Leyhe mit Blumen und Stoffbär in der Hand die Siegerehrung genoss, konnte auch Karl Geiger wieder lächeln. "Glückwunsch Stephan, das hast du dir sehr verdient", sagte der vom Winde verwehte Geiger, der den Verlust des Gelben Trikots an Stefan Kraft schnell abgehakt hatte. Viel lieber freute sich der Skisprung-Vizeweltmeister im fernen Sapporo über den zweiten Platz seines Teamkollegen, der endlich für seine starken Leistungen belohnt wurde.

"Es ist eine Weile her, dass ich auf dem Podium gestanden habe. Mein zweiter Sprung war richtig gut", sagte der Willinger Leyhe, der sich am Sonntag nur dem überragenden Ex-Weltmeister Kraft aus Österreich geschlagen geben musste. Erst zum zweiten Mal in seiner Karriere flog Leyhe auf das Treppchen, im November 2018 war er in Wisla ebenfalls Zweiter geworden. "Das Wochenende hier hat richtig Spaß gemacht", sagte Leyhe, der tags zuvor bereits Fünfter geworden war.

"Das wird emotional für mich"

Leyhe hatte schon in Titisee-Neustadt und Zakopane als Vierter das Podest vor Augen, nun brach er den Bann. Nach dem ersten Durchgang lag er noch auf Platz acht, dann rollte er mit dem weitesten Sprung des Tages das Feld auf. Am kommenden Wochenende steht für den Teamweltmeister, der zum fünften Mal in Folge bester DSV-Adler war, nun das Heimspiel in Willingen an: "Das wird emotional für mich. Ich bin in guter Form und man wird sehen, was ich da erreichen kann."

Geiger haderte auf der Okurayama-Schanze dagegen an beiden Tagen mit den Bedingungen, die Ränge elf und fünf kosteten ihn die Führung im Gesamtweltcup. "Gute Sprünge bei schlechtem Wind sind zwar ärgerlich, aber halb so schlimm", schrieb der Bayer bei Facebook. Weil Kraft an seinem "besten Wochenende des Winters" Zweiter und Erster wurde, musste Geiger mit genau 1000 Punkten nach drei Wochen das Gelbe Trikot dem Österreicher (1063) überlassen. Dritter ist der polnische Tournee-Triumphator Dawid Kubacki (924), der am Sonntag nach zehn Podestplätzen in Folge "nur" Sechster wurde. Leyhe (510) ist bereits Achter.