Bild eines Modells einer neuen Multifunktionshalle, die für Offenbach in Planung ist.

Nachdem der letzte Bieter für die Frankfurter Multifunktionsarena abgesprungen ist, ist die Zukunft der neuen Halle unsicherer denn je. Die Basketballer der Skyliners Frankfurt wollen ein eigenes Angebot einreichen - Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt hat andere Pläne.

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Wie geht es weiter mit der Multifunktionsarena am Kaiserlei-Kreisel zwischen Frankfurt und Offenbach? Nachdem die Stadt Frankfurt das Ausschreibungsverfahren für die Halle am Dienstag beendet hat, weil der letzte Investor abgesprungen war, wollen die Sykliners Frankfurt nun ein eigenes Angebot für eine Multifunktionsarena einreichen. Das teilte der Basketball-Bundesligist am Mittwoch mit.

"Wir werden der Stadt Frankfurt ein Angebot vorlegen, in dem wir aufzeigen, wie der Bau der Multifunktionsarena am Kaiserlei auf Basis der bestehenden Ausschreibung gegebenenfalls doch noch realisiert werden kann", so Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke. Unterstützt werden die Frankfurter Basketballer dabei durch vier Geschäftsleute aus der Region.

Ausschreibungsverfahren formal beendet

Am Mittwoch hatte der letzte Investor mitgeteilt, dass er die Halle nicht wirtschaftlich betreiben könne, wenn er beiden Profiteams ausreichend Trainings- und Wettkampfzeiten einräumen müsse. "Damit ist das Ausschreibungsverfahren formal beendet", hieß es im zuständigen Frankfurter Sportdezernat.

Auf die Ausschreibung der Stadt hin hatten sich zwei potenzielle Investoren beworben. "Bevorzugter Bieter" war das Konsortium Langano. Dieses Angebot hatte den Vorstellungen der Stadt am meisten entsprochen. Bis zum Ablauf der Frist am 11. Mai war aber kein finales Angebot eingegangen. Die Stadt setzte in der Folge ihre Hoffnungen auf den Mitbewerber Anschutz-Entertainment-Gruppe (AEG). Diese Pläne waren aber größer dimensioniert als die Stadt es wollte - unter anderem mit einem Hotel. Daher wurde der Investor gebeten, seine Planungen anzupassen - dies lehnte er aber ab.

Löwen Frankfurt machen Druck

Den Vorschlag der Skyliners teilen die Löwen Frankfurt nicht. Der Eishockey-Zweitligist macht sich im Gegensatz zu den Basketballern für eine Halle am Frankfurter Flughafen stark - "The Dome". Geschäftsführer Stefan Krämer machte am Mittwoch direkt Druck: "Ich erwarte nun von allen Parteien, dass das Hallenprojekt am Flughafen mit aller Dringlichkeit unterstützt wird, damit unsere Zukunft gesichert ist! Denn wer jetzt gegen 'The Dome' ist, ist gleichzeitig gegen eine moderne Multifunktionsarena in Frankfurt und damit auch gegen den Eishockeysport in Frankfurt!“