Jugendliche beim Basketball

Das Land Hessen hat die Corona-Regeln deutlich gelockert. Wettkampfmäßiger Sport wird im Amateurbereich wieder erlaubt. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Der Landessportbund reagierte dennoch positiv.

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Hessen wagt einen weiteren Schritt Richtung Normalität. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigte am Mittwoch weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln an. Auch für den Breitensport ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten.

Maximal zehn Sportler auf dem Feld

Der wettkampfmäßige Sport wird im Amateurbereich ab dem morgigen Donnerstag wieder erlaubt. Es gilt allerdings die neue Kontaktbeschränkung auf maximal zehn Personen, die auch für den Trainingsbetrieb gilt. Genauer: Bei Mannschaftssportarten dürfen maximal zehn Personen gemeinsam auf dem Feld stehen. Schiedsrichter zählen extra, solange sie den nötigen Abstand halten, gleiches gilt für Auswechselspieler.

"Körperbetonte Zweikämpfe sind damit wieder möglich. Dennoch gilt es, mit der neuen Situation verantwortungsvoll umzugehen und Hygiene- und Infektionsschutzstandards weiterhin zu beherzigen", sagte Sportminister Peter Beuth (CDU). Auch Umkleiden und Duschen dürfen künftig wieder genutzt werden. Dort darf sich allerdings nur eine Person pro fünf Quadratmeter Platz aufhalten.

Der Fußball muss warten

Hessens Basketballerinnen und Tennisspieler können theoretisch also schon wieder in den Wettkampfmodus schalten. Über die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs entscheiden letztlich die einzelnen Sportfachverbände.

Ausgerechnet die vielen Amateurfußballer müssen sich hingegen weiter gedulden. Obwohl die Fußball-Bundesliga seit Mitte Mai wieder läuft, ist die Politik bei den Amateuren strenger. Andererseits liebäugelt der Hessische Fußball-Verband ohnehin mit einem Saisonabbruch. Auch Handball- und Eishockey-Spiele scheitern derzeit noch an der Teamgröße.

LSB reagiert positiv

Nichtsdestotrotz begrüßte der Landessportbund Hessen (LSB) die Lockerungen, die ab Donnerstag für viele Bereiche des Vereinssports gelten. "Es ist konsequent und notwendig, dass der Sport dem gesellschaftlichen Leben gleichgestellt wird", sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Klages. Er bezieht sich damit auf die Tatsache, dass Sport bis Mittwoch generell nur unter Einhaltung eines Mindestabstandes von eineinhalb Metern möglich war, während diese Beschränkung für Personen aus zwei Hausständen in der Öffentlichkeit bereits ausgesetzt worden war.

Eine weitere wichtige Neuerung in der aktuellen Verordnung stelle laut LSB die Gleichstellung von Trainings- und Wettkampfbetrieb dar. "Das ist aus unserer Sicht ein richtiger Schritt: Unter Einhaltung der geltenden Regeln spielt es keine Rolle, ob beispielsweise ein Tennis- oder Badmintonmatch als Training oder im Wettkampfmodus ausgetragen wird", so Klages, der auch die weiteren Öffnungen im Bereich der Schwimmbäder begrüßte.