Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nur einmal war der Winter in Hessen wärmer

Traumhafte Wetterstimmung mit Sonne und einem phantastischen Himmel der sich im Hochwasser der Schwalm in den überschwemmten Schwalmwiesen spiegelt

Viel Regen, auch mal Sonne, aber fast kein Schnee: Der Winter in Hessen war dieses Jahr im Grunde keiner. Den Wärme-Rekord hat er nur knapp verpasst - und er hatte auch sein Gutes.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nur einmal war der Winter in Hessen wärmer

Traumhafte Wetterstimmung mit Sonne und einem phantastischen Himmel der sich im Hochwasser der Schwalm in den überschwemmten Schwalmwiesen spiegelt
Ende des Audiobeitrags

In Hessen ist der zu Ende gehende Winter ausgesprochen warm und nass gewesen. Im Schnitt lagen seine Temperaturen bei 3,9 Grad und lagen damit deutlich über dem vieljährigen Mittel von 0,3 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Der Winter war demnach der zweitwärmste im Bundesland seit Beginn der Aufzeichnungen vor 139 Jahren.

Statt Schneegestöber habe es im Land vor allem Regen gegeben. Es sei deutlich nasser gewesen als sonst üblich. Laut DWD fielen rund 240 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der vieljährige Durchschnittswert des offiziellen Vergleichszeitraums von 1961 bis 1990 liege indes bei 193 Liter. Das freilich hatte nach langer Trockenheit in den Sommern 2018 und 2019 für Natur und Landwirtschaft auch etwas Gutes.

155 Sonnenstunden

In Hessen zeigte sich während des Winters 2019/20 den Meteorologen zufolge auch die Sonne vergleichsweise häufig. 155 Stunden habe sie in den vergangenen Monaten geschienen, das seien 19 Stunden mehr als im vieljährigen Mittel.

Außerdem war es windig im Bundesland, mit teils heftigen Folgen: Am 9. Februar drückten die Böen des Tiefs "Sabine" einen Baukran auf das Dach des Frankfurter Doms und beschädigten es. Der fünf Tonnen schwere Ausleger wurde mit Hilfe zweier Autokräne vom Dach gehievt.

In ganz Deutschland war der Winter ein "Totalausfall"

Wie in Hessen war auch in Deutschland insgesamt der Winter laut DWD der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein großer Teil Europas hat sich demnach zwischen November und Ende Februar dauerhaft in einer kräftigen, extrem milden Südwestströmung befunden. "Sie sorgte in Deutschland vielerorts für einen 'Totalausfall' des Winters", erklärte der DWD in Offenbach.

Videobeitrag

Video

zum Video Frühlingsbeginn nach Ausfall-Winter

hessenschau vomn 29.02.2020
Ende des Videobeitrags

Sendung: hr1, 28.02.2020, 17.00 Uhr