Passagiere am Flughafen Frankfurt

Trotz Streik-Pause sind auch am Samstag noch rund 20 Lufthansa-Flüge gestrichen worden. Passagiere müssen sich am Frankfurter Flughafen auf längere Wartezeiten einstellen. Der Flugbetrieb normalisiert sich wieder - vorerst.

Videobeitrag

Video

zum Video Weiter Streik bei Lufthansa

hessenschau kompakt
Ende des Videobeitrags

Als Folge des Streiks bei der Lufthansa sind auch am Samstag noch 20 Flüge gestrichen worden. Maschinen und Besatzungen seien nach dem Streik noch nicht alle wieder am richtigen Einsatzort, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft.

Passagiere am Frankfurter Flughafen müssen sich auf längere Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen und Check-In-Schaltern einstellen. Viele Lufthansa-Kunden hatten umgebucht und waren auf Samstag ausgewichen. Fluggäste sollten zweieinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen sein.

Mehr als 400 Flugabsagen

Am Freitag - dem zweiten Tag des Flugbegleiterstreiks - war es am Frankfurter Flughafen erneut zu zahlreichen Ausfällen gekommen. 415 von 1362 Flügen hätten abgesagt werden müssen, berichtet der Fraport-Sprecher. An den Terminals sei es aber ruhig gewesen, viele Kunden hätten sich auf den Streik eingestellt.

Nach dem Sonderflugplan der Lufthansa sollten wegen der Streiks der Flugbegleitergewerkschaft Ufo waren am Freitag und Donnerstag rund 1.500 Flüge gestrichen worden. Insgesamt sprach die Lufthansa von rund 200.000 betroffenen Passagieren.

Protestzug und Schlichtungsgespräche

Ufo-Mitglieder beim Protestzug

Mitglieder der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo haben seit Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie einen besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für Freitagmittag hatte Ufo zudem zu einem Protestzug am Frankfurter Flughafen aufgefrufen.

Neue Ausstände würden am Freitag voraussichtlich nicht angekündigt, erklärte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies. Man wolle zunächst die für Samstag geplanten Schlichtungsgespräche stattfinden lassen. Lufthansa hat seit Monaten dem Ufo-Vorstand die Vertretungsberechtigung abgesprochen und jegliche Verhandlungen abgelehnt.

Man hoffe nun auf eine Annäherung, hatte Baublies erklärt. "Wenn's nicht klappt, müssen wir am Montag verkünden, dass es weitere Streiks gibt", sagte er am Donnerstag.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 8.11.2019, 13 Uhr