S-Bahn der Baureihe ET 430 steht im Hauptbahnhof Frankfurt

Die S-Bahn-Flotte im Rhein-Main-Verkehrsverbund wird erweitert: Bis 2023 sollen insgesamt 21 zusätzliche Züge auf die Schienen kommen, die meisten schon dieses Jahr - als umgebaute Regionalbahnen.

Sieben S-Bahnen werden nachbestellt. Darauf habe man sich mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verständigt, erklärte die Deutsche Bahn am Freitag in Frankfurt.

Die neuen Bahnen der Baureihe ET 430 kommen zu 14 ehemaligen Regionalzügen hinzu, die umgebaut werden und im Laufe des Jahres in die Flotte integriert werden sollen. Insgesamt soll so die Flotte im Jahr 2023 aus 212 Zügen bestehen. Ob das die oftmals verspätungsgeplagten Pendler zuverlässiger und schneller ans Ziel bringt, wird sich zeigen müssen.

177 Millionen Fahrten gezählt

Zusätzliche Bahnen könnten helfen, auf einer weiteren Linie die sogenannte überschlagene Wende einzuführen, erklärte die Bahn. Dabei steht an den Endhaltepunkten bereits ein Zug bereit, der pünktlich losfahren kann, auch wenn sich die dort ankommende Bahn verspätet. Dies geschehe bereits auf der Linie S1 in Ober-Roden und der S8 in Wiesbaden. Künftig soll dies auch auf der S2 in Richtung Niedernhausen möglich sein.

Mithilfe der zusätzlichen Bahnen sollen auch mehr Verbindungen angeboten werden können. 2019 seien 177 Millionen Fahrten in dem S-Bahn-Netz gezählt worden. Das seien zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor.

Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember war mit Gateway Gardens in Frankfurt eine neue S-Bahn-Station ans Netz angeschlossen worden. Dafür hatte die Bahn 300 Millionen Euro in die Hand genommen. Auch fahren die S-Bahnen durch den Frankfurter Citytunnel seitdem in einem anderen Takt. Einen Überblick zu den Veränderungen gibt es hier.

Sendung: hr-iNFO, 31.1.2020, 17 Uhr