Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Commerzbank streicht 2.300 Stellen

Wolken über dem Commerzbank Tower in Frankfurt am Main

Geplant sind die Einsparungen schon länger, jetzt gibt es eine Einigung mit dem Betriebsrat: Bis 2024 streicht die Commerzbank 2.300 Stellen. Weitere Sparpläne sollen in Kürze folgen.

Die Commerzbank hat sich nach eigenen Angaben mit dem Betriebsrat auf weitere Einsparungen geeinigt. Demnach sollen bis 2024 insgesamt 2.300 Vollzeitstellen gestrichen werden.

Für den geplanten Jobabbau will das Geldhaus im laufenden Schlussquartal Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro verbuchen, teilte die Bank am Montag in Frankfurt mit. Der Schritt werde das Ergebnis im vierten Quartal entsprechend stark belasten. Die Einigung ist Bestandteil eines größeren Restrukturierungsplans, der im Herbst 2019 beschlossen wurde und den Wegfall von 4.300 Stellen vorsieht.

Weitere Einschnitte geplant

Die Commerzbank feilt nach Kritik von Investoren über die beschlossene Restrukturierung an zusätzlichen Sparplänen. Der neue Vorstandschef Manfred Knof will Anfang nächsten Jahres eine neue Strategie und vermutlich weitere Stellenstreichungen bekanntgeben. Von den zuletzt knapp 40.000 Vollzeitstellen könnten bis zu einem Viertel wegfallen.

Zudem überlegt die Bank, den Großteil ihrer Filialen zu schließen. Von 1.000 Filialen könnten nur 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich persönlich beraten lassen.

Sendung: hr1, 28.12.2020, 14 Uhr