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Streik bei Amazon in Bad Hersfeld

Am "Black Friday" und "Cyber Monday" brummt der Online-Handel. Fast ebenso traditionell sind im jahrelangen Tarifkonflikt die mehrtägigen Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld aus diesem Anlass.

Während der umsatzstarken Einkaufstage "Black Friday" und "Cyber Monday" will die Gewerkschaft Verdi mit mehrtägigen Streiks den Druck im Tarifstreit mit dem Online-Händler Amazon erhöhen. An diesem Freitag, Samstag und Montag legen die Beschäftigten bundesweit die Arbeit nieder, wie Verdi am Freitag mitteilte.

Bad Hersfeld streikt bis Dienstag

Die Streiks begannen demnach in der Nacht zum Freitag. Am einzigen hessischen Amazon-Standort in Bad Hersfeld dauere der Streik bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags.

Amazon-Kunden werden nach Angaben eines Unternehmenssprechers davon nichts spüren: "Die Pakete kommen pünktlich an." Der Großteil der Mitarbeiter kümmere sich "ganz normal um Kundenbestellungen".

Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf - etwa im Weihnachtsgeschäft oder an besagten Schnäppchen-Tagen.

Amazon lehnt Tarifverhandlungen ab

Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon lehnt das strikt ab. Der Konzern argumentiert, dass die Mitarbeiter Tätigkeiten der Logistikbranche ausüben und nicht solche des besser bezahlten Einzelhandels. Das Unternehmen biete eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik, zudem gebe es Karriere-Chancen und viele Extras, argumentiert Amazon.

In Deutschland ist Amazon seit mehr als 20 Jahren aktiv und betreibt mittlerweile 13 Logistikzentren mit insgesamt 13.000 Festangestellten.

Sendung: hr1, 29.11.2019, 9 Uhr