InMoov-Roboter auf der Webweek 2017 und 3D-Drucker bei der Arbeit; Initiator Roman Kessler
"InMoov-Roboter" zum Nachbauen auf der Webweek 2017 und 3D-Drucker bei der Arbeit; Webweek-Initiator Roman Kessler Bild © Roman Kessler, Collage: hr

Frankfurt beherbergt den weltgrößten Internet-Knoten. Aber wie kreativ und innovativ nutzen die Menschen im Rhein-Main-Gebiet die Möglichkeiten des Webs? Antworten und Anregungen gibt die Webweek Rhein-Main.

Externer Inhalt

Externen Inhalt von Youtube anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von Youtube. Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts

Nicht Berlin verdient den Titel "Deutschlands Silicon Valley", sondern das Rhein-Main-Gebiet. Davon ist Roman Kessler überzeugt. Wie dicht hier das Netz von Menschen, Projekten und Firmen ist, die schon heute die Zukunft mitgestalten, will der 40-jährige Frankfurter bei der einwöchigen "Webweek Rhein-Main" zeigen.

"Wir haben hier ein Riesenspektrum an Erfindergeist", bekräftigt Kessler. Dazu würden unter anderem die Absolventen der Hochschule und der Technischen Universität in Darmstadt, der Frankfurter Goethe-Universität und der Frankfurt School of Finance & Management beitragen, die mit selbst gegründeten Start-Ups immer wieder auch Erfolgsgeschichte schreiben. Wie zum Beispiel die Darmstädter Wingcopter GmbH mit ihrer ganz speziellen Drohnen-Technologie, für die die beiden ehemaligen Studenten 2017 mit dem hessischen Gründerpreis ausgezeichnet wurden.

Communities stärken, neugierig auf Digitalisierung machen

Auch an Austauschmöglichkeiten habe Frankfurt einiges zu bieten, wie etwa den Webmontag Frankfurt, die Social Media Clubs Frankfurt, die Community FinTechFFM, die Frankfurter Kreativen, die Mompreneurs oder die Digital Media Women. "Wir wollen, dass sich die Menschen mehr mit Digitalisierung beschäftigen", erläutert Kessler das Ziel der Webweek. "Und wir wollen die Communities stärken, die im Rhein-Main-Gebiet vertreten und unter dem Radar sind - Gruppen, die es ohne das Internet nicht gibt."

Die Teilnahme kann sich lohnen: Von der Webweek in Frankfurt im vergangenen Jahr haben zum Beispiel zwei junge Bastler aus Hofheim (Main-Taunus) profitiert. Sie hatten eine kostenlose Anleitung für den Bau eines kleinen Roboters in 3D-Druck erstellt, der im Internet heruntergeladen und dessen Chip vom jeweiligen Tüftler selbst programmiert werden kann. Wer das Material nicht selbst drucken kann, kann es bei ihnen kaufen.

Mit Robotern in der Schule erfolgreich

"Wir haben den Roboter erstmals auf der Webweek in der Öffentlichkeit vorgestellt", erzählt der 26-jährige IT-Student Alexander Zgela. Die Sorge, als komplette Laien dazustehen, habe sich als unnötig herausgestellt. "Wir sind von vielen Lehrern und Eltern angesprochen worden. Da ist uns aufgefallen, dass unser Roboter für Schulen interessant sein könnte."

Mittlerweile haben Zgela und sein Kollege, der 23-jährige 3D-Druck-Experte Etienne Neugebauer, ihr ehemaliges Hobby ausgebaut und sich mit "OpenRobotX" selbstständig gemacht. Seither sind sie nebenberuflich an Schulen im Rhein-Main-Gebiet unterwegs, wo sie zum Beispiel für Workshops und Projektwochen gefragt sind. Mit einer Schule arbeiten sie gerade daran, den Roboter so zu programmieren, dass er auf seinem Display Emotionen zeigen kann. "Dann guckt er traurig, wenn er gegen die Wand läuft", erklärt Zgela. "Das hat den Kindern gefallen."

Anmelden noch bis 21. März möglich

Die Anmeldefrist für Teilnehmer läuft noch bis zum 21. März. Bisher haben sich mehr als 20 Communities aus Aschaffenburg, Darmstadt, Gießen, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden angemeldet. Highlights sind für Roman Kessler unter anderem die Darmstädter Internetstars "The Real Life Guys" und ihre fliegende Badewanne oder der Bitcoin-Geldautomat der "Coinfriends e.V." aus Offenbach. Außerdem das japanische "HeBoCon", eine Art Sumu-Ringen selbst gebastelter Schrottroboter. "Bei HeboCon darf jeder mit selbst gebastelten Robotern mitmachen, die nicht schwerer als ein Kilogramm sind und sich von der Stelle bewegen können", erklärt Initiator Kessler. "Wenn die Roboter gegeneinander antreten, ist das ein Riesenspaß."

Weitere Informationen

Die Webweek Rhein-Main

Ziel der "Webweek Rhein-Main"mit dem Motto "Die Zukunft fängt jetzt an" ist, Gruppen und Veranstaltungen in ganz Rhein-Main rund um das Thema "Neuland“ zu bündeln. Die Webweek Rhein-Main dauert vom 21. bis zum 27. Mai 2018. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), hessenschau.de ist Medienpartner. Moderne Bastler oder "Maker" können sich noch bis zum 21. März 2018 zur "Make" anmelden, der Maker-Messe und dem Highlight der Webweek Rhein-Main - egal ob sie an Drohnen, 3D-Druckern, Robotern oder etwas ganz anderem basteln. Die gleiche Frist gilt für Web-Pioniere, IT-Experten oder Jungunternehmer. Sie können ihr Event zur Webweek Rhein-Main hier anmelden. Mitmachen können alle, die eine Community haben, die sich sowohl online als auch offline trifft und die sich irgendwo zwischen Darmstadt, Marburg, Mainz und Aschaffenburg befindet. Weitere Infos gibt es hier unter www.make-rhein-main.de. Die Maker-Messe "Make" findet am Wochenende des 26./27. Mai bei der Tatcraft GmbH, Gwinnerstraße 42, 60388 Frankfurt, statt. Weitere aktuelle Infos gibt es auch in der Telegram-Gruppe t.me/webweek.

Ende der weiteren Informationen