Die Grafik stellt die Arbeitslosenquote im Oktober dar, welche im Vergleich zum Vormonat auf 5,6% gefallen ist.

Der hessische Arbeitsmarkt erholt sich langsam vom ersten Corona-Einbruch, die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Doch der nächste Teil-Lockdown steht bevor - und trifft vor allem einzelne Branchen hart.

Videobeitrag

Video

zum Video Erholung am Arbeitsmarkt

startbild-arbeitsmarkt
Ende des Videobeitrags

"Nennenswert zurückgegangen" sei die Arbeitslosigkeit in Hessen im vergangenen Monat, sagte Frank Martin, Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, am Donnerstag bei der Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Die Wirtschaft habe sich in den Monaten nach dem Teil-Lockdown im Frühjahr wieder etwas erholt. In Zahlen bedeutet das: Im Vergleich zum September waren im Oktober mit rund 194.000 knapp 7.000 Menschen weniger arbeitslos. Damit fiel die Arbeitslosenquote von 5,8 auf 5,6 Prozent.

"Es hat wieder etwas mehr Dynamik am hessischen Arbeitsmarkt gegeben", berichtete Martin. "Die Unternehmen, die im April noch im großen Umfang Kurzarbeit genutzt haben, sind in den Monaten Mai, Juni, Juli immer weiter zurückgegangen." Es gebe wieder mehr Einstellungen und weniger Entlassungen.

Auf zweiten Teil-Lockdown besser vorbereitet

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie sich Hessens Unternehmen durch die Corona-Zeit kämpfen

Bildkombo: Ein Schild vor einem Hotel zeigt freie Betten an, tische eine Cafés sind mit Absperrband umwickelt
Ende des Audiobeitrags

Doch nicht in allen Branchen kommt die Erholung der hessischen Wirtschaft an. Nach wie vor hätten vor allem die Veranstaltungswirtschaft sowie die Luftverkehrsbranche unter der Krise zu leiden, sagte Martin. Angesichts des bevorstehenden zweiten - wenn auch deutlich schwächeren - Teil-Lockdowns sei dort auch noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Generell sei der Ausblick für die nächsten Wochen "sicherlich kritisch", meint Martin. Aber die Unternehmen seien auf die neuerlichen Einschränkungen besser vorbereitet, beispielsweise mit mehr Homeoffice-Möglichkeiten. Darüber hinaus sei der Teil-Lockdown ja zeitlich begrenzt und damit planbar. Martin schätzt daher, dass die Kurzarbeiterzahlen zwar wieder steigen werden, aber die Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen sich in Grenzen halten dürften.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 29.10.2020, 13 Uhr