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Das Autoteile-Werk von JD Norman in Witzenhausen macht dicht. Bild © dpa

Turbulente Zeiten für Automobilhersteller und deren Zulieferer: JD Norman Industries macht den Standort Witzenhausen dicht. Knapp 200 Arbeitnehmer sind von der Schließung betroffen.

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Für die Mitarbeiter des JD Norman Autoteile-Werks in Witzenhausen (Werra-Meißner) kam die Nachricht überraschend: Bis Ende 2019 soll der Standort geschlossen werden. Erst im Januar vorigen Jahres hatte der US-Investor Justin Norman das ehemalige Motorenteilewerk Rege in der strukturschwachen Region übernommen und versprochen, den Standort zu erhalten.

Laut Geschäftsführung sind die Absatzprobleme aber zu groß geworden. Wie sie dem hr bestätigte, soll allen Mitarbeitern angeboten werden, in das JD-Norman-Werk ins thüringische Eisenach zu wechseln. Zuerst hatte die HNA darüber berichtet.

Wechsel nach Eisenach für viele keine Option

Da Eisenach jedoch mehr als 80 Kilometer von Witzenhausen entfernt liegt, kommt das für viele vermutlich nicht infrage. Die Beschäftigten seien bereit, auf Lohn zu verzichten, um die Schließung des Standorts zu verhindern, sagte der Betriebsratsvorsitzende Werner Hiebenthal. Welche konkreten Maßnahmen ergriffen würde, sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht beschlossen.

Betriebsrat und IG Metall wollen sich ab Montag zusammensetzen, um weitere Schritte zu planen. Die Schließung des Werks werde man jedoch nicht einfach hinnehmen, beteuerte Hiebenthal.