Brücke Solms
Die Brücke ins Nichts am Rande von Solms-Oberbiel. Bild © Mike Marklove (hr-iNFO)

Nach jahrelangem Streit kann die B49 bei Solms-Oberbiel jetzt doch vierspurig ausgebaut werden. Die "Brücke ins Nichts" findet damit endlich eine Bestimmung.

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Eine Nachricht, die Pendler in Mittelhessen freuen dürfte: Die B49 bei Solms-Oberbiel (Lahn-Dill) kann jetzt doch vierspurig ausgebaut werden. Darauf einigten sich das Land Hessen und die Firma IBC Wälzlager. Verkehrsstaatssekretär Mathias Samson und Firmenvertreter unterschrieben einen entsprechenden Vergleich, wie die IHK Lahn-Dill mitteilte.

Die Firma wollte den Ausbau verhindern. Sie argumentierte, dass mehr Lkw auf der B49 zu Schwingungen führen könnten und dies ein Risiko für die Produktion sei. Die B49 soll nun schwingungsarm ausgebaut werden.

"Brücke ins Nichts" endet bislang auf grüner Wiese

Mit dem Ausbau geht auch der Anschluss der "Brücke ins Nichts" einher. Die Brücke führte aus dem Ortsteil Oberbiel auf die B49 und sollte die bestehenden Ausfahrten entlasten. Sie wurde aber nie angeschlossen und endet seit rund fünf Jahren auf einer grünen Wiese. Dabei fehlen nur rund 25 Meter, damit aus der "Brücke ins Nichts" eine Brücke in Richtung Wetzlar wird.

Die Solmser ärgern sich darüber, denn sie müssen Umwege fahren. Dazu haben sich die Straßen von Oberbiel wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens deutlich verschlechtert. Dem nicht genug: Der Schildbürgerstreit ist teuer. Das bislang ungenutzte Bauwerk hat rund zwei Millionen Euro gekostet.