Das Wort "Insolvenz" gelegt mit Scrabble-Steinen

Die Corona-Krise macht vielen Unternehmen zu schaffen. Nun hat es den Automobilzulieferer Finoba erwischt. Das Unternehmen aus Baunatal ist insolvent. Gespräche über einen Investor laufen bereits.

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hesssenschau vom 19.05.2020
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Der Automobilzulieferer Finoba aus Baunatal (Kassel) ist insolvent. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher am Montag dem hr. Zuerst hatte die HNA darüber berichtet. Grund für die Insolvenz ist laut Unternehmen die Corona-Krise und der damit verbundene Rückgang von Aufträgen.

Insgesamt fehlen Finoba demnach aktuell drei Millionen Euro. Das Unternehmen sucht nun nach einem Investor. Man befinde sich laut Finoba bereits in Gesprächen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Kassel die Kanzlei Danko.

"Der Geschäftsbetrieb geht auch im vorläufigen Insolvenzverfahren weiter", teilte Danko mit. Die Gehälter der Mitarbeiter seien zunächst über das Insolvenzgeld gesichert. Rund 80 Prozent der Belegschaft befinden sich den Angaben zufolge seit April in Kurzarbeit.

Rund 460 Mitarbeiter, Investorenlösung denkbar

Der hessische Automobil-Zulieferer ist seit etwas mehr als drei Jahren in chinesischen Händen. 2017 übernahm Sinomach, ein chinesischer Staatskonzern, das Unternehmen aus Baunatal. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund 60 Millionen Euro.

Insgesamt arbeiten rund 460 Mitarbeiter bei der Baunataler Firma. Wie es mit ihnen weitergeht, ist noch nicht klar. Am Dienstag gibt es eine Mitarbeiterversammlung, zu der auch der Insolvenzverwalter erscheinen wird. Dort soll detailliert die aktuelle Lage geschildert werden. Denkbar sei unter anderem eine Investorenlösung, erklärte der Insolvenzverwalter.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 19.05.2020, 19.30 Uhr