Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Erster Abschnitt der B252-Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben

Lastwagen fährt durch Tempo-30-Zone, Karte mit Verlauf der B252 nördlich von Cölbe

Entlastung für die Einwohner von Wetter und Niederwetter: Ab sofort verläuft die Bundesstraße 252 nicht mehr zwischen ihren Häusern, sondern außerhalb der Orte. Auch die vielen Lkw-Fahrer auf der Strecke haben es nun leichter.

Die B252 ist neben der B62 die Hauptverkehrsroute im Kreis Marburg-Biedenkopf. Gerade die B252, die von Cölbe zum Kreis Waldeck-Frankenberg führt, kostet die Bewohner zahlreiche Nerven, führt sie doch direkt durch die dortigen Ortschaften.

Weil es zwischen Nordhessen und Marburg keine Autobahnverbindung gibt, zwängt sich auch der Durchgangsverkehr durch kleine, verwinkelte Gemeinden wie Niederwetter, Wetter, Simtshausen und Münchhausen. Darunter sind tausende Lastwagen. Sie alle müssen durch Wohngebiete und oft Tempo 30 einhalten. Bislang.

Seit Jahren plant die Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil eine Umgehungsstraße zwischen Lahntal im Süden und Münchhausen im Norden. Sie soll die Bewohner der Durchgangsorte spürbar entlasten. Am Samstag gaben Vertreter des Bundes- und des Landesverkehrsministeriums den ersten Teil der Umgehungsstraße für den Verkehr frei. Auf 5,25 Kilometern verläuft die B252 ab sofort westlich von Wetter und Niederwetter.

2024 soll die ganze Umgehungsstraße fertig sein

An diesem ersten Bauabschnitt baute Hessen Mobil nach eigenen Angaben seit Sommer 2013. Drei Jahre später fing die Landesverkehrsbehörde an, den nördlichen Teil bis Münchhausen und den südlichen Abschnitt bis Lahntal-Göttingen zu bauen. Diese Strecken sollen 2023 beziehungsweise 2024 fertig sein.

Die Umgehungsstraße wird sich dann auf 17,6 Kilometern erstrecken, nach derzeitigen Planungen 111 Millionen Euro gekostet haben und 29 Brücken umfassen. Das Wiesbadener Verkehrsministerium spricht von einem der größten Straßenbauprojekte im Land und freut sich, dass der Bund die Kosten trägt.

Staatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) sagte am Samstag, der Verkehr fließe nun schneller und sicherer. Die Anwohner würden entlastet von Lärm und Abgasen. Dem Umweltschutz sei durch geschaffene Ausgleichsflächen in Form von Blühflächen, einem Eschen-Erlen-Auenwald und Leiteinrichtungen für die Bechsteinfledermaus Genüge getan.

Sendung: hr-iNFO, 21.12.2019, 12.30 Uhr