Bahnstreik 2021

Zugausfälle und Verspätungen: Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn verlangte Pendlern und Reisenden zu Beginn der Woche wieder einiges ab. Am Dienstag soll damit Schluss sein. Vorerst.

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Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL ging auch am Montag weiter und führte zu Beginn der Woche zu Verspätungen und Ausfällen in Hessen. Über das Wochenende hatte sich kein Kompromiss in dem festgefahrenen Tarifkonflikt abgezeichnet. Auch am Montag waren die Fahrpläne für Reisende ausgedünnt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen im Schnitt bundesweit etwa 60 Prozent der Verbindungen im Regionalverkehr aus. Im Fernverkehr war im Vergleich zum regulären Angebot etwa jeder dritte Zug unterwegs. Die mittlerweile dritte Streikrunde im laufenden Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn sollte noch bis Dienstagmorgen (2 Uhr) andauern. Dennoch könne es im Laufe des Tages zu Einschränkungen kommen, hieß es.

S-Bahnen besonders stark betroffen

Das Zugangebot war am Montag auch in Hessen erheblich reduziert. Stark betroffen war der S-Bahn-Verkehr des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Der Betrieb der Linien S2, S4, S7 und S9 war eingestellt. Die übrigen fünf S-Bahn-Linien fuhren einmal die Stunde. Auf einzelnen Abschnitten wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Auch andere Linien im regionalen Bahnverkehr in Hessen entfielen. Die Ersatzfahrpläne für Montag seien bereits in die Reiseauskünfte eingearbeitet, erklärte die Deutsche Bahn. Sie riet dazu, sich vor Fahrtantritt noch einmal über seine Verbindung zu informieren.

Nach Informationen der tagesschau legten mehr als 7.000 von insgesamt rund 20.000 Lokführern im aktuellen Tarifstreik ihre Arbeit nieder. Nicht bestreikt wurden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Allerdings waren auch bei ihnen kurzfristige Einschränkungen in Folge der Streiks möglich.

GDL fordert 3,2 Prozent mehr Geld

Die Deutsche Bahn war am Freitag erneut daran gescheitert, die Streiks vor Gericht verbieten zu lassen. Sie forderte die GDL zu neuen Verhandlungen auf, während die Gewerkschaft ihrerseits ein verbessertes Angebot des Konzerns verlangt.

Die GDL fordert insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn hatte zum Streikbeginn ein neues Angebot vorgelegt, das den Forderungen der Gewerkschaft nahe kam, allerdings eine Laufzeit von 36 Monaten vorsieht. Die GDL lehnte dies ab.

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