Das Darmstädter Unternehmen Akasol hat früh auf die Karte E-Mobilität gesetzt - und wurde mit beeindruckenden Wachstumsraten belohnt. Für 50 Millionen Euro entsteht jetzt ein neuer Hauptsitz. Und das ist nicht die einzige Großinvestition.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Batteriehersteller baut neue Zentrale in Darmstadt

Ein Computeranimation der geplanten Akasol-Firmenzentrale
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Die Entwicklung beim Batteriehersteller Akasol scheint nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Neue Produktionsanlagen, Börsengang, Expansion in die USA - seit seiner Gründung im Jahr 2008 befindet sich das Darmstädter Unternehmen auf Wachstumskurs. Am Mittwoch nun hat Akasol den nächsten "Meilenstein" seiner Unternehmensgeschichte gesetzt - mit dem Spatenstich für eine neue Zentrale.

Fertigstellung 2020

Rund 50 Millionen Euro investiert Akasol auf dem Gelände der Kelley Baracks, einer ehemaligen Kaserne der US-Armee. Geplant sind ein viergeschossiges Verwaltungsgebäude mit einem Prüf- und Testzentrum sowie eine Produktions-, Montage-, und Logistikhalle. Bereits Mitte 2020 soll das neue Hauptquartier eingeweiht werden. Es ersetzt den bisherigen Firmensitz im Schenck Technologie- und Industriepark nordwestlich der Darmstädter Innenstadt.

Das Geschäftsmodell von Akasol ist zukunftsträchtig: Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen spezialisiert. Diese kommen hauptsächlich in Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb zum Einsatz. Am häufigsten werden Akasol-Batterien in Elektrobussen eingesetzt.

Expansion in die USA

Die heutige Akasol AG ging aus einer Solartechnikgruppe an der Technischen Universität Darmstadt hervor. 2008 wurde die Akasol Engineering GmbH gegründet. Im Juni 2018 ging das Unternehmen erfolgreich an die Börse. Der Jahresumsatz im vergangenen Jahr betrug rund 21,6 Millionen Euro - ein Wachstum von 49,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ende 2018 beschäftigte Akasol 154 Mitarbeiter.

Die neue Firmenzentrale ist beileibe nicht die einzige Investition, die Akasol in den vergangenen Jahren getätigt hat. 2017 eröffnete das Unternehmen die nach eigenen Angaben europaweit größte Batteriefabrik für elektrische Nutzfahrzeuge in Langen (Offenbach). Erst vor wenigen Tagen kündigte Akasol zudem den Bau eines Werks in den USA an. An dem Standort im Großraum Detroit will das Unternehmen einen "mittleren zweistelligen Millionbetrag" investieren.

Sendung: hr-iNFO, 03.07.2019, 8.24 Uhr