Arbeiter in der Edelstahl-Produktion

Bei Buderus Edelstahl droht ein Job-Kahlschlag. Mehr als 300 Arbeitsplätze will der Mutterkonzern Voestalpine am Standort Wetzlar abbauen. Die Entscheidung fällt vermutlich am Mittwoch.

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Auf Buderus Edelstahl in Wetzlar kommt nach hr-Informationen ein größerer Stellenabbau zu. Betroffen ist nach Angaben der Konzernmutter Voestalpine in Linz (Österreich) rund ein Viertel der Belegschaft.

Entscheidung am Mittwoch

Insgesamt geht es um 325 Stellen. 125 davon seien befristete Verträge, die zum Jahresende ausliefen, hieß es von Voestalpine. 200 weitere Stellen würden aller Voraussicht nach im kommenden Jahr abgebaut.

Eine endgültige Entscheidung darüber soll am Mittwoch auf einer Aufsichtsratssitzung von Voestalpine gefällt werden. Der österreichische Konzern erwarb die Edelstahlsparte von Buderus im Jahr 2005.

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Als Gründe für den Stellenabbau nennt der Konzern den europäischen Konjunkturrückgang, die schwächelnde Automobilindustrie, Konkurrenz aus dem Ausland und gestiegene Energiekosten.

Gewerkschaft will um Arbeitsplätze kämpfen

Der erste Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs, sagte in einer ersten Reaktion, die Entwicklung sei nicht überraschend und treffe auch auf andere Edelstahlstandorte wie das Saarland zu. Die Gewerkschaft werde versuchen, die Zahl der Entlassungen zu drücken und setze auf Verhandlungen mit Voestalpine im kommenden Jahr.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 19.12.2019, 19.30 Uhr