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Audioseite Weniger Arbeitslose im Juli

Die Grafik zeigt die Arbeitslosenquote von Juli 2021 in der Höhe von 5,1%. Der daneben stehende Pfeil steht horizontal, da im Vormonat die Quote auch bei 5,1 lag. Im Hintergund ist eine fotografischer Ausschnitt der Bundesagentur für Arbeit zu sehen.

Hotels sind wieder für den Tourismus geöffnet, in Restaurants dürfen Gäste auch drinnen sitzen: Das sorgt für Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ging im Juli sogar leicht zurück.

Rund 176.500 Hessinnen und Hessen waren im Juli arbeitslos gemeldet. Nach Angaben der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit vom Donnerstag sind das etwa 1.000 Menschen weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,1 Prozent.

Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit sei für einen Juli unüblich, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin. "Typischerweise wird zur Ferienzeit nicht eingestellt, sondern erst wieder nach den Ferien."

Hotel- und Gastronomiebranche erholt sich

Stattdessen mache sich jetzt die Entspannung in der Corona-Krise bemerkbar. Gerade in Branchen wie der Hotellerie und Gastronomie, die die Pandemie besonders hart getroffen hat, seien zuletzt wieder vermehrt Fachkräfte gesucht und eingestellt worden, sagte Martin.

In einigen Regionen erreicht die Arbeitslosigkeit demnach wieder das Niveau von vor der Krise - etwa rund um Gießen und Marburg. In Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet hingegen leide der Arbeitsmarkt weiterhin deutlich unter der Pandemie.

Weniger Kurzarbeit

Landesweit befinde sich die Arbeitslosigkeit aber noch nicht auf dem Vorkrisenniveau. Derzeit seien etwa 20.000 bis 25.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, als das ohne Corona der Fall gewesen wäre, schätzt die Regionaldirektion Hessen. Einzelne Branchen stünden aber besser da als vor der Krise, sagte Martin. Im öffentlichen Bereich oder im Gesundheitswesen beispielsweise habe es besonders viele Einstellungen gegeben.

Die Kurzarbeit geht nach seiner Einschätzung weiter zurück. Im April seien noch 216.000 Menschen in Kurzarbeit gewesen. Im vergangenen Jahr waren es bis zu 470.000 Menschen. "Der Trend der letzten Monate ist sehr positiv", so Martin.

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