Die Grafik zeigt eine Sujetbild vom Arbeitsamt, worauf die aktuellen Zahlen geschrieben sind. Die Quote erhöhte sich von 5,2% m April auf 5,6% im Mai.

Immer mehr Menschen verlieren durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ihren Job. Die Arbeitsagentur sieht noch kein Licht am Ende des Tunnels.

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In Folge der Corona-Beschränkungen ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen weiter gestiegen. Im Mai waren insgesamt 192.149 Menschen ohne Arbeit. Das sind rund 15.521 mehr als noch im April, was einem Anstieg von rund 8,8 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt damit im Mai bei 5,6 Prozent, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte.

Im Vergleich zum Mai letzten Jahres sei die Zahl der Arbeitslosen um etwa 43.000 gestiegen, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin. Das ist ein Anstieg von rund 29 Prozent. Demnach ist Frankfurt am stärksten von coronabedingter Arbeitslosigkeit betroffen, der Vogelsbergkreis am wenigsten.

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Drei Faktoren für den Anstieg

Dieser deutliche Anstieg sei nach Einschätzung Martins auf drei wesentliche Faktoren zurückzuführen: Arbeitnehmer werden derzeit trotz Kurzarbeit häufiger entlassen, weil die staatliche Unterstützung vielen Unternehmen nicht als Puffer reiche. Zum anderen seien aufgrund der unsicheren Lage nur wenige Unternehmen bereit, neue Mitarbeiter einzustellen.

Außerdem tauchten jetzt auch die Arbeitslosen in der Statistik auf, die sich sonst in sogenannten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, wie Weiterbildungen und Qualifizierungen.

Kaum Aussichten auf Besserung

Martin geht davon aus, dass sich der Negativtrend der letzten Monate noch weiter fortsetzt. "Das hängt natürlich an der Dauer der wirtschaftlichen Krise, in der die Wirtschaft nicht wieder hochfahren kann." Eine große Rolle dabei spiele die Kurzarbeit: "Wir gehen davon aus, dass der Puffer, den die Kurzarbeit bildet, noch eine gewisse Zeit halten wird."

Der Puffer werde allerdings immer dünner, so dass in den kommenden Monaten mit weiteren Entlassungen zu rechnen sei. Trotz kleiner Lichtblicke sei die Bereitschaft der Arbeitgeber, Menschen einzustellen, generell sehr gering.

Tausende Betriebe beantragten Kurzarbeit

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hessischer Arbeitsmarkt im Zeichen von Corona

Covid-19-Kurzarbeitsbeihilfe
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Die Arbeitsagentur registrierte im Mai eine deutlich reduzierte Nachfrage nach Kurzarbeit. Rund 6.000 hessische Betriebe hätten im Mai einen Antrag gestellt, sagte Martin. Allerdings könne man nicht unterscheiden, ob es sich dabei um Erst- oder Folgeanträge handelt. Man könne sie also nicht so einfach zu den über 52.000 Anträgen aus den Monaten März und April hinzuzählen. Martin geht von einer Zahl zwischen 55.000 und 60.000 Betrieben aus, die in Hessen Kurzarbeit angezeigt haben. Betroffen seien knapp 840.000 Personen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 03.06.2020, 12.50 Uhr