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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lufthansa verlängert Aussetzung von China-Flügen

A380 der Lufthansa am Boden

Die Lufthansa lässt wegen des Coronavirus weitere Flüge nach China ausfallen. Peking und Shanghai werden bis Ende Februar, weitere Städte bis Ende März nicht angeflogen.

Ursprünglich hatte die Lufthansa ihre China-Flüge bis zum 9. Februar ausgesetzt. Diese Frist wird nun verlängert. So würden die Hauptstadt Peking und Shanghai vorerst bis zum 29. Februar nicht angeflogen, teilte die Fluggesellschaft am Montag mit.

Flüge nach und von Nanjing, Shenyang und Qingdao würden sogar bis zum 28. März und damit bis zum Ende des Winterflugplans ausgesetzt. Dies gelte auch für die Lufthansa-Tochtergesellschaften Swiss und Austrian Airlines.

Von Frankfurt aus fliegt die Lufthansa normalerweise 23 Mal pro Woche zu den genannten Destinationen. Der tägliche Flug von Frankfurt in die Sonderverwaltungszone Hongkong soll weiterhin planmäßig stattfinden.

Nachfrage steigt wieder

Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe oberste Priorität, teilte die Fluggesellschaft mit. Ein Sprecher räumte allerdings ein, dass wirtschaftliche Aspekte bei der Entscheidung durchaus eine Rolle gespielt hätten.

So hänge die früher geplante Wiederaufnahme der Flüge nach Peking und Shanghai mit einer zuletzt wieder steigenden Nachfrage nach diesen Destinationen zusammen. Zudem könnten von diesen Drehkreuzen aus andere Ziele in China gut erreicht werden.

Mehr als 17.000 Fälle in China

Die durch einen neuen Erreger aus der Corona-Familie hervorgerufene Lungenerkrankung war zuerst im Dezember 2019 in der chinesischen Metropole Wuhan aufgetreten. Seitdem hat sie sich in dem Land rasant ausgebreitet. Über 17.000 Menschen sollen inzwischen in China erkrankt sein, mehr als 360 starben.

Am Samstag hatte die Bundeswehr 126 Menschen, größtenteils Deutsche, aus Wuhan ausgeflogen. Zwei von ihnen sind mit dem Coronavirus infiziert und werden in der Universitätsklinik in Frankfurt behandelt. Ihnen geht es den Behörden zufolge "sehr gut". Die anderen wurden zu einer 14-tägigen Quarantäne auf einen Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht.

Sendung: hr-iNFO, 03.02.2020, 17 Uhr