Autos in Darmstadt

Im Frankfurter Römer ist die Freude groß: Ein flächendeckendes Fahrverbot für Diesel und alte Benziner ist nach einem Gerichtsurteil vorerst vom Tisch. Wer dachte, dass nun auch Darmstadt seine Verbotszone lockern könnte, sieht sich getäuscht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Keine Einschränkung der Fahrverbotszone in Darmstadt

Fahrverbot in Darmstadt
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Das Fahrverbot für alte Diesel und Benziner auf zwei Hauptverkehrsadern in Darmstadt bleibt auch im kommenden Jahr bestehen. "Wir werden es sicher nicht aufheben", sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) der Nachrichtenagentur dpa. Damit bleibt Darmstadt vorerst die einzige hessische Stadt, in der es eine solche Regelung gibt.

Am Dienstag hatte der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel entschieden, dass Frankfurt um die Einrichtung eines flächendeckenden Fahrverbots noch einmal herumkommt. Einen solchen Schritt zur Reduzierung des Stickstoffdioxid-Ausstoßes hielt das Gericht für unverhältnismäßig. Die Stadt und das für die Luftreinhaltung zuständige Land müssen nun prüfen, welche Wirkung kleinere Fahrverbotszonen oder die Sperrung einzelner Strecken auf den Stickstoffdioxid-Ausstoß hätten.

Hügelstraße und Heinrichstraße bleiben tabu

In Darmstadt gilt seit dem 1. Juni auf den Hauptverkehrsadern Hügelstraße und Heinrichstraße ein Fahrverbot für alte Diesel-Fahrzeuge und Benziner. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die schwarz-grüne Landesregierung hatten sich darauf geeinigt, einen 640 Meter langen Abschnitt der Hügelstraße und 330 Meter der Heinrichstraße für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5 und für Benziner bis Euronorm 2 zu sperren. Verkehrssünder, die dort erwischt werden, werden mit 108,50 Euro zur Kasse gebeten.

Klagen auch gegen Wiesbaden, Offenbach und Limburg

Die DUH hat nach eigenen Angaben bundesweit 35 Städte wegen zu hoher Luftverschmutzung verklagt. Wiesbaden konnte dies abwenden, indem die Stadt ein millionenschweres Maßnahmenpaket für sauberere Luft zusagte. Im Fall von Limburg und Offenbach laufen noch Klagen, über die noch nicht entschieden wurde.

Sendung: hr-iNFO, 11.12.2019, 12:40 Uhr