Entwurf des BCO.
So soll es einmal aussehen: Entwurf des "Barbarossa City Outlets" in Gelnhausen. Bild © Blocher Blocher Partners

Unterlagen eingereicht, Rechnungen bezahlt, Mieter gefunden: Der Investor für das neue Einkaufszentrum in Gelnhausen kommt doch noch in die Gänge - auch dank eines großen Unbekannten.

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Erst vor kurzem war das Projekt schon so gut wie beerdigt. Investor Jan Leuze hatte eine Frist verstreichen lassen, zu der er nachweisen sollte, dass er schon mehr als die Hälfte der Flächen im künftigen Einkaufszentrum "Barbarossa City Outlet" in Gelnhausen (Main-Kinzig) vermietet sind. Aber Leuze rührte sich nicht. Ohne Mieter kein Outlet, ohne Outlet ein Neustart der jahrelangen Planungen, was aus dem früheren Traditionskaufhaus Joh weden soll.

Jetzt, vier Wochen später, sieht alles anders aus: Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) teilte am Freitag erleichtert mit, die "Barbarossa City Outlet GmbH und Co. KG" (BCO) um Jan Leuze habe die Bedingungen innerhalb der Verzugsfrist erfüllt, das Outlet kann kommen. Zuerst hatte die Gelnhäuser Neue Zeitung (GNZ) darüber berichtet.

Ein unbekannter "solventer Investor"

5.700 der zu vermietenden 10.000 Quadratmeter sind nach Angaben der Stadt schon vergeben - an welche Firmen, sagte Glöckner nicht, aber der Großteil der Fläche sei mit Geschäften aus den Bereichen Bekleidung, Sport und Technik belegt, über einen Zeitraum von zehn Jahren. Außerdem sei die Finanzierung gesichert. Das liegt auch daran, dass ein "solventer Investor", der "zunächst noch ungenannt bleiben" möchte, in die BCO einsteigt. Auch bislang noch offene Rechnungen der BCO bei der Stadt sind inzwischen bezahlt.

Entsprechend euphorisch ist Glöckner dann auch: Die Stadt verspreche sich "eine Renaissance unserer Gelnhäuser Innenstadt und eine Sogwirkung, auch, was die Leerstände betrifft". Seiner Meinung nach läuft es für Gelnhausen: "Wir sind wieder Kreisstadt, wir haben wieder unser GN-Kennzeichen und jetzt kommt das City Outlet", zählt er auf.

Eröffnung wohl erst 2019

Zuerst muss die Stadt aber noch die Unterlagen der BCO prüfen. Anschließend hat der Investor zehn Tage Zeit, das Geld für das Gebäude zu überweisen - laut GNZ liegt der Preis bei zweiMillionen Euro. Und dann will der Investor das Ziegelhaus ja noch umbauen. Damit dürfte er aber wohl frühestens im Spätsommer beginnen können.

Der bisherige Plan, noch 2018 zu eröffnen, ist damit erst einmal vom Tisch - realistischer sei ein Termin im Laufe des Jahres 2019, sagt Glöckner. Ursprünglich war einmal 2017 geplant.