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Deutsche Bank zahlt Boni von 2,1 Milliarden Euro

Die Corona-Pandemie konnte dem Geschäft der Deutschen Bank im vergangenen Jahr wenig anhaben: Sie fuhr ihr bestes Jahresergebnis seit 2011 ein. Für die Konten von Vorstand und Mitarbeitern bringt das saftige Bonuszahlungen.

Allen Krisen zum Trotz schüttet die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt ihren Vorständen und Mitarbeitern für 2021 wieder höhere Boni aus. Der Topf enthält 2,1 Milliarden Euro - 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des DAX-Konzerns hervor. Grund für die hohen Bonuszahlungen ist ein Rekordgewinn im vergangenen Jahr, der so hoch lag wie zuletzt vor zehn Jahren.

Von diesem Ergebnis profitiert auch der Vorstand: Die Manager und Managerinnen erhalten als Summe von Gehalt und Boni zusammen rund 66,5 Millionen Euro. Der Vorstand hat zehn Mitglieder, die Summe verteilt sich aber auf elf Köpfe, weil es im Laufe des Jahres einen personellen Wechsel gab.

Knapp neun Millionen Euro für Konzernchef Sewing

Ein Jahr zuvor hatte der Vorstand insgesamt 50 Millionen Euro Vergütung erhalten. Wegen der Belastungen durch die Corona-Pandemie hatte das Führungsgremium damals auf ein Zwölftel seiner Jahresvergütung verzichtet - rund 4,6 Millionen Euro.

Konzernchef Christian Sewing streicht für das Jahr 2021 gut 8,8 Millionen Euro Gesamtvergütung ein, nach 7,4 Millionen Euro im Vorjahr. Vize-Chef Karl von Rohr kommt auf gut 7,1 Millionen Euro (2020: 5,9 Millionen Euro). Ein Teil dieser Summen wird erst mit Zeitverzug abhängig vom Geschäftserfolg ausgezahlt.

520 Mitarbeiter mit Millionenbezügen

Inklusive der Vorstände kommen 520 Mitarbeiter der Deutschen Bank auf Gesamtbezüge über eine Million Euro, mindestens vier von ihnen kassieren mehr als Konzernchef Sewing. Die höchste Dotierung liegt zwischen zehn und elf Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank nach Steuerabzug ein Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro eingefahren - mehr als vier Mal so viel wie im ersten Corona-Jahr. Nach Abzug von Zinszahlungen verblieben im Geschäftsjahr 2021 gut 1,9 Milliarden Euro.

Weil das Investment-Banking maßgeblich zu dem Gewinn beigetragen hatte, sollen laut Bank nun insbesondere die Investmentbanker von den Bonuszahlungen profitieren. Diese verteilen sich für 2021 auf weniger Beschäftigte als im Vorjahr: Die Zahl der Vollzeitstellen sank im Zuge des Stellenabbaus bei der Deutschen Bank von gut 84.600 auf knapp 83.000.

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