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Audioseite DRK-Kliniken Nordhessen gehen an Helios

Der Haupteingang in das Gebäude des DRK-Klinikums in Kassel.

Die DRK-Kliniken in Kassel und Kaufungen haben Planungssicherheit. Helios übernimmt die beiden in Schieflage geratenen Krankenhäuser. Zustimmen muss jetzt noch das Bundeskartellamt.

Der Krankenhausbetreiber Helios übernimmt die in Schieflage geratenen DRK-Kliniken Nordhessen. "Einen entsprechenden Kaufvertrag haben Helios und der DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. sowie der DRK-Soziale Dienste und Einrichtungen Nordhessen e.V. in dieser Woche unterzeichnet", teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Die DRK-Schwesternschaft bleibt demnach Mitgesellschafterin. Geplant sei, gemeinsam mit dem Helios-Standort im nordrhein-westfälischen Warburg ein "länderübergreifendes medizinisches Netzwerk" zu bilden und in den kommenden Jahren auszubauen.

Insolvenzantrag soll zurückgenommen werden

Der Kaufpreis beträgt den Angaben zufolge ein Euro, umfasst allerdings auch die "Übernahme der Verbindlichkeiten nebst der Liquiditätssicherung für den laufenden Betrieb und erforderliche Investitionen". Weitere Details wurden nicht genannt.

Ende Juni war bekannt geworden, dass die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH im Wege eines Insolvenzverfahrens saniert werden soll. Zuvor war ein angestrebter regulärer Verkauf der in Finanznot geratenen Kliniken gescheitert. Der Insolvenzantrag soll nun zurückgenommen werden.

Jetzt ist das Bundeskartellamt gefragt

Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe des Bundeskartellamts und des Beschlusses zur Aufhebung des vorläufigen Insolvenzverfahrens, wie es weiter hieß. Das Unternehmen rechnet mit einem Abschluss der Übernahme im Lauf des vierten Quartals.

Die DRK-Kliniken Nordhessen sind das zweitgrößte Krankenhaus in der Region Kassel. An den zwei Standorten in Kassel selbst und in Kaufungen arbeiten rund 1.100 Menschen. Die Helios Kliniken GmbH gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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