Haltestelle für Busse und Straßenbahnen in Frankfurt
Frankfurt will Diesel-Busse gegen Straßenbahnen ersetzen, die mit Strom betrieben werden. Bild © picture-alliance/dpa

Um Fahrverbote in Frankfurt zu verhindern, muss die Schadstoffbelastung sinken. Deswegen überlegt die Stadt, weniger Busse mit Dieselantrieb einzusetzen. Treffen könnte das als Erstes die Buslinie 30.

Die Stadt Frankfurt denkt darüber nach, einige Buslinien zu streichen. Hintergrund sind die drohenden Diesel-Fahrverbote. Um diese noch zu verhindern, muss die Schadstoffbelastung sinken. Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) kann sich deswegen vorstellen, Busse mit Diesel-Antrieb aus der City zu verbannen und sie durch Straßenbahnen zu ersetzen, die mit Strom betrieben werden.

Buslinie 30 durch Straßenbahnen ersetzen

Konkret nennt Oesterling die Buslinie 30 von Bad Vilbel nach Sachsenhausen, die von vielen Pendlern genutzt wird. Für die Stadt hat die Linie zwei große Nachteile: Sie passiert ein besonders schadstoffbelastetes Gebiet und die Busse müssen ständig eine Steigung bewältigen.

Die Idee ist jetzt, die Linie 30 von Bad Vilbel aus an der Frankfurter Stadtgrenze enden zu lassen. Auf der anderen Seite soll am Lokalbahnhof Schluss sein. Das Reststück entlang der Friedberger Landstraße könnten Straßenbahnen übernehmen - in engerer Taktung.

Grüne halten die Pläne für unverantwortlich

Endgültig entschieden ist das aber nicht. Die Stadt will zuerst die ausstehenden Gerichtsurteile zum Diesel-Fahrverbot abwarten. Eine Entscheidung werde frühestens im Januar fallen. Kritik an den Plänen kommt von den Grünen in Bad Vilbel. Sie halten es für kurzsichtig und unverantwortlich, "auf Diesel-Fahrverbote mit einem schlechteren Nahverkehrsangebot zu reagieren".

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 03.12.2018, 16:45 Uhr