Audio

Audioseite Drohnen aus Weiterstadt für USA-Einsatz

Das Präsentationsbild zeigt den neuen Typ "Wingcopter 198", der über ein abgelegenes Gebiet fliegt.

Über die amerikanische Steppe sollen bald Drohnen made in Weiterstadt düsen. Ein US-Rettungsdienst will mit dem "Wingcopter" entlegene Gebiete mit Medizin versorgen. Erste Tests sollen im Herbst starten.

In Hessen hergestellte Drohnen sollen in entlegenen Gebieten der USA die Versorgung mit medizinischen Gütern verbessern. Das Start-Up-Unternehmen Wingcopter teilte am Dienstag in Weiterstadt (Darmstadt-Dieburg) mit, dass der US-Rettungsdienst "Air Methods" für seine neue Drohnen-Geschäftseinheit eine Flotte des "Wingcopter 198" einsetzen werde.

Geplant sei ein Drohnen-Netzwerk, das auf der bestehenden Infrastruktur von Air Methods mit mehr als 300 Standorten in 48 US-Bundesstaaten aufbauen soll. Von den Standorten werden vor allem Krankenhäuser in ländlichen Gegenden versorgt - derzeit mit Helikoptern und Flugzeugen.

Fünf Kilo, 75 Kilometer weit

Ein erstes Pilotprojekt mit den senkrecht startenden Drohnen aus Weiterstadt soll im Herbst in Kansas starten, wie die beiden Firmen mitteilten. Weitere Details, etwa zur Menge der Bestellung, wurden nicht genannt.

Der "Wingcopter 198" wurde im April 2021 präsentiert und ist eine Mischung aus Helikopter- und Tragflächendrohne. Er hat nach Firmenangaben eine Reichweite von bis zu 110 Kilometern, eine Höchstgeschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde. Bis zu sechs Kilogramm Ladung kann er transportieren. Mit einer Ladung von fünf Kilo soll er noch 75 Kilometer weit kommen, standardmäßig soll er rund 100 km/h schnell sein.

Die Wingcopter GmbH konkurriert mit Techkonzernen wie Google oder Amazon um die Entwicklung leistungsfähiger ziviler Lieferdrohnen. Gemeinsame Projekte gab es bereits mit den Logistikunternehmen DHL und UPS und auch mit dem Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen